Gebrauchtwagen Schmales Pkw-Angebot bremst den Markt aus

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Der Gebrauchtwagenmarkt ist auf das Niveau des Vorjahres zurückgefallen. Die Ursache sieht die Autobörse Autoscout 24 in einem knappen Angebot. Das Interesse der Käufer steigt dagegen.

Egal ob jung oder alt – Gebrauchtwagen sind derzeit eine knappe Ware.(Bild:  Grimm/»kfz-betrieb«)
Egal ob jung oder alt – Gebrauchtwagen sind derzeit eine knappe Ware.
(Bild: Grimm/»kfz-betrieb«)

Der deutsche Gebrauchtwagenmarkt verliert zusehends an Schwung. Im April sank die Zahl der Pkw-Besitzumschreibungen laut den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Insgesamt fanden 570.882 Fahrzeuge (Pkw) einen neuen Halter.

Nach vier Monaten ist das Volumen der Umschreibungen damit auf das Niveau des Vorjahres gesunken. Seit dem Jahresstart fanden knapp 2.207.472 Pkw einen neuen Besitzer – 116 Einheiten weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Diese Stagnation hat nach Ansicht der Gebrauchtwagenbörse Autoscout 24 allerdings nicht mit mangelnder Nachfrage zu tun, sondern mit der fehlenden Verfügbarkeit der Ware. Laut den Zahlen der Plattform liegt das Gebrauchtwagenangebot stabil ein Viertel unter dem Vor-Corona-Niveau. Zum Jahresstart war das Angebot auf der Plattform nochmals leicht zurückgegangen.

Autoscout-Marktreport sieht Angebotsproblem

Wie die Börse in ihrem Marktreport für das erste Quartal 2024 erläuterte, liegt gleichzeitig die Nachfrage der Endkunden deutlich über dem Wert der Vorjahre. „Das Kaufinteresse der Kunden ist da“, verdeutlichte Stefan Schneck, Vertriebschef Deutschland der Börse. Die Suchanfragen und Angebotsaufrufer der Nutzer lagen den Daten zufolge im ersten Quartal um 7 Prozent über dem Vorjahreswert.

Insgesamt zeige sich in vielen Kategorien in Relation zum Angebot ein Nachfrageüberhang, sagte Schneck. Problematisch ist die Lage vor allem bei den zwei bis fünf Jahre alten Autos. In dieser Gruppe ist das Angebot deutlich rückläufig. Es fehlen jene Fahrzeuge, die in der Coronazeit und wegen der nachwirkenden Lieferketten-Probleme nie produziert wurden.

Viel Bewegung im Nutzfahrzeugbestand

Anders als bei den Pkw läuft das Gebrauchtfahrzeuggeschäft in den anderen Fahrzeugklassen noch rund. Insbesondere entwickelt sich die Zahl der Lkw-Halterwechsel weiterhin positiv. 38.290 Einheiten wurden in dieser Klasse im April umgeschrieben (+2,7 %). Seit dem Jahresstart waren es 153.427 Einheiten (+4,0 %).

Das Geschäft mit den Zugmaschinen ist ebenfalls weiter im Plus (+2,2 %; 12.773 Einheiten). Viel Bewegung war zudem im Bereich der Krafträder zu spüren (+10,6 %; 66.133 Einheiten). Nur für die Omnibus-Umschreibungen weist das KBA eine rückläufige Tendenz aus (-2,5 %; 516 Einheiten).

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