Senger: Kostendisziplin und Konzentration
Der Hauptsitz der Autohaus-Gruppe Senger liegt in Rheine. Dort hat das Unternehmen seine Verwaltung zentralisiert und optimiert permanent die Prozesse für ihre 22 Standorte. Die Kernmarke dabei ist Mercedes-Benz.
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Die Unternehmensgruppe Senger bereitet sich für 2010 auf ein ähnlich schwieriges Jahr vor, wie es 2009 war. Dass der Handel in den kommenden zwölf Monaten auf keine Umweltprämie zurückgreifen kann, verschärft den Tatbestand.
Bei den Volumenmarken gab es 2009 durch den staatlichen Zuschuss ein erhebliches Wachstum im Endkunden-Segment. „Leider blieb die entsprechende Margenentwicklung aus“, sagt Geschäftsführer Andreas Senger: „Unsere Premiummarken Mercedes-Benz und Audi haben kaum von dieser Prämie profitiert, und insbesondere bei Mercedes-Benz gab es eine Fortsetzung der rückläufigen Entwicklung.“ In dem Zuge stellte der Unternehmer eindeutig fest, dass sich der Neuwagenabsatz auf Jung- und Jahreswagen verlagert, ebenfalls begleitet von reduzierten Margen.
Schwacher Nfz-Markt
Den größten Einbruch verzeichnete die Senger-Gruppe aufgrund der Konjunkturkrise jedoch im Nutzfahrzeugbereich – bis zu 50 Prozent weniger Lkw fuhren aus den Ausstellungsräumen. Das Servicegeschäft behauptete sich hingegen relativ stabil und kristallisierte sich immer stärker als das Rückrat des Geschäfts heraus. Aus diesem Grund stellt das Autohaus diesen Bereich besonders in den Fokus und bearbeitet den Markt systematisch mit speziellen Analysetools.
Dabei möchte die Senger-Gruppe auf der einen Seite bestehende Kunden – unter anderem die Neukunden aus der Umweltprämie – an das Haus binden und abgewanderte Kunden zurückgewinnen. Auf der anderen Seite wird das offene Marktpotenzial ausgelotet und selektiv bearbeitet. In diesem Zuge verfeinert das Unternehmen auch die Leistungsangebote und intensiviert die Kommunikation. „Diese Maßnahmen müssen von ‚innen’ heraus wirken – will heißen, die Mitarbeitermotivation und Qualifizierung ist eine schwergewichtige Aufgabe, um dann die operative Umsetzung gewährleisten zu können“, erklärt Senger.
Keine Fehler machen
Zusätzlich zu diesem Schritt sei für 2010 absolute Kostendisziplin und Konzentration auf das operative Geschäft angesagt, um den Markt auszuschöpfen, der sich im kommenden Jahr verkleinere, sagt Senger. Wie schon in der Vergangenheit arbeitet das Unternehmen daran, die eigenen Prozesse zu stabilisieren: „In der Krise darf man möglichst keine Fehler machen, das kann tödlich sein“, ist sich Senger sicher. Komplexe Prozesse vereinfachen und verschlanken, lautet daher die Devise.
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