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Ein wichtiger Baustein im Rahmen des Motimeter-Konzepts sind die flexiblen Arbeitszeitmodelle. Sie sollen dazu beitragen, den Leistungsgrad trotz schwankender Auftragslage konstant hoch zu halten. Beim Autohaus Albertsmeyer beträgt die reguläre Wochenarbeitszeit 40 Stunden. „Die Mechaniker und der Servicemitarbeiter arbeiten aber je nach Auftragsaufkommen zwischen 35 und 45 Stunden“, sagt Sascha Albertsmeyer. Die Überstunden können sie in „ruhigeren“ Zeiten abbauen.
Flatrate für Verkauf und Service kommt
Systematisch gehen die Geschäftsführer Jahr für Jahr neue Projekte an, um immer noch ein Stückchen besser zu werden. 2006 haben sie beispielsweise ein Qualitätsmanagement-System aufgebaut, 2007 haben sie ein zentrales Marketing und eine einheitliche Servicekleidung eingeführt. 2008 war der Startschuss für die Regelkommunikation an beiden Standorten und eine zentrale Gewährleistungsabrechnung.
Auch für das laufende und das kommende Jahr haben sich die Brüder in Sachen Service einiges vorgenommen: Unter anderem wollen sie das Reifenlager ausbauen und eine Flatrate für Verkauf und Service einführen. Eine der größten Herausforderungen wird nach Ansicht der Albertsmeyers in naher Zukunft die Rekrutierung von guten Mitarbeitern sein. Daher geht das Autohaus schon heute in Schulen, um den Nachwuchs für Kfz-Berufe zu begeistern.
Auch die Weiterbildung spielt eine wichtige Rolle im Hause Albertsmeyer. Jeder Mitarbeiter, egal ob Serviceassistentin oder Mechatroniker, ist in einem festen Schulungsplan eingeteilt. Neben den VW-, Audi- und Skoda-Weiterbildungen schickt die Geschäftsführung die Mitarbeiter auch auf Zusatzschulungen, beispielsweise für die Euromobilvermietung, die Unfallregulierung oder Gasumbauten. Zusätzlich sind die Mitarbeiter in Workshops eingeteilt, sie sich jährlich zum Erfahrungsaustausch treffen.
„Mit einer Hand lässt sich kein Knoten knüpfen“
Die Auszubildenden nehmen seit drei Jahren zusätzlich zur regulären Berufsschule am sogenannten VTA-Programm (Volkswagen Technologie für Auszubildende) teil, das der Wolfsburger Hersteller anbietet. Es beinhaltet verschiedene Weiterbildungsangebote, die in Wochenblöcke unterteilt sind.
„Erstmals haben wir einem Auszubildenden mit Abitur zudem das Angebot gemacht, die Teile drei und vier der Meisterausbildung zu machen“, erzählt Thomas Ofiara. „Dieses Pilotprojekt erweist sich als sehr positiv“, freut er sich.
„Genau so wichtig wie erstklassiger Service, Top-Produkte und faire Preise ist das Team, das hinter unseren Leistungen steht“, betont Sascha Albertsmeyer. Folglich haben die beiden Unternehmer auch das alte mongolische Sprichwort „Mit einer Hand lässt sich kein Knoten knüpfen“ als Serviceleitspruch gewählt.
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