Peugeot-Studie So sieht die Kleinwagen-Zukunft aus

Von sp-x 3 min Lesedauer

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Flügeltüren, Hypersquare-Lenkrad und digitaler Zwilling in Fortnite: Peugeot zeigt, wie der nächste 208 ticken könnte. Trotz futuristischer Aura soll das Konzept einen konkreten Ausblick auf die Serientechnik geben.

Mit dem Polygon bietet Peugeot einen in Teilen wohl konkreten Ausblick auf die Neuauflage des Modells 208.(Bild:  Peugeot)
Mit dem Polygon bietet Peugeot einen in Teilen wohl konkreten Ausblick auf die Neuauflage des Modells 208.
(Bild: Peugeot)

Mit dem „Polygon Concept“ hat Peugeot ein futuristisch anmutendes Kleinwagenkonzept vorgestellt, das einen Vorgeschmack auf den im Jahr 2027 erscheinenden Nachfolger des 208 geben soll. Das weniger als vier Meter lange Concept Car soll Fahrspaß und Nachhaltigkeit vereinen und zugleich andeuten, wie Peugeot die Interaktion zwischen Mensch und Maschine neu denkt. Die Franzosen machen dabei keine Angaben zu Leistung, Batteriegröße oder Reichweite, klar ist jedoch: Der Antrieb des Polygon Concept ist rein elektrisch.

Optisch tritt das Polygon Concept als kompakter, flacher Stadtflitzer auf, der klare Flächen, kurze Überhänge und eine schmale Taille mit großen Glaspartien kombiniert. Auffällig sind die zwei weit nach oben öffnenden Flügeltüren, die den Einstieg erleichtern und den minimalistischen Aufbau betonen. Micro-LED-Elemente prägen Front und Heck; dabei erscheint das bekannte Drei-Krallen-Lichtmotiv in einer neuen, horizontalen Interpretation.

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Ein rechteckiges Lenkrad ersetzt mechanische Lenkung

Im Mittelpunkt des Konzeptfahrzeugs steht jedoch das Interieur, insbesondere die Neuinterpretation des Peugeot i-Cockpits. Herzstück ist das neu entwickelte, rechteckige „Hypersquare“-Lenkrad, das zusammen mit der Steer-by-Wire-Technologie das traditionelle, mechanische Lenkprinzip ablöst. Zwischen Lenkung und Rädern besteht keine direkte Verbindung mehr, alle Befehle werden elektronisch übertragen. Laut Peugeot ermöglicht dies eine präzise und variable Steuerung: Bei niedrigen Geschwindigkeiten lässt sich das Fahrzeug mit kleinen Lenkbewegungen einparken, bei höheren Geschwindigkeiten reagiert die Lenkung feinfühlig und direkt.

Das Hypersquare ist zugleich Bedieneinheit. An seinen vier Ecken befinden sich runde Pods, mit denen sich Fahrzeugfunktionen per Fingertipp steuern lassen. Dahinter ersetzt ein Micro-LED-Panel die klassischen Instrumente. Alle Informationen werden direkt auf die Windschutzscheibe projiziert, die somit als großer, individuell konfigurierbarer Bildschirm dient. Je nach Fahrmodus – etwa „Cruise“, „Fun“ oder „Hyper“ – verändert sich die visuelle Umgebung im Innen- und Außenbereich inklusive Beleuchtung und Animationen.

Offenes Innendesign ohne B-Säule

Auch die Innenarchitektur folgt einem neuen Ansatz. Durch den Wegfall der B-Säule und die sich weit nach vorn erstreckende Windschutzscheibe entsteht ein heller, offener Raum mit großzügiger Rundumsicht. Armaturenbrett und Mittelkonsole sind modular gestaltet und bieten Halterungen für persönliche Gegenstände. Die Sitze bestehen aus 3D-gedruckten Schalen aus recyceltem Kunststoff, die mit Formschaum ausgekleidet sind. Dieses Verfahren wurde gemeinsam mit dem spanischen Unternehmen Nagami entwickelt, während der belgische Möbelhersteller Sixinch die einteilige Schaumstruktur beigesteuert hat. Peugeot reduziert so nicht nur die Zahl der Bauteile, sondern will auch die Wiederverwertbarkeit am Lebensende der Produkte verbessern.

Auch im Exterieur setzen die Franzosen auf Nachhaltigkeit und Wandelbarkeit: Zahlreiche Komponenten – etwa Radkappen, Elemente des Armaturenbretts oder das Hypersquare – lassen sich leicht austauschen oder farblich variieren. Goodyear liefert Reifen mit gelaserten Flanken, die das Fahrzeugdesign farblich aufgreifen. Eine sogenannte Sight-Line-Technologie übermittelt zudem Reifendaten in Echtzeit an das Cockpit. Der Lack des Polygon Concepts enthält recycelte Gummibestandteile und die Innenverkleidungen bestehen aus einem neuartigen, „geschmiedeten“ Textil aus Altmaterialien früherer Peugeot-Fahrzeuge.

Der Polygon dient als Testträger, Ideengeber und Ausblick auf künftige Serienmodelle. Sehr konkret soll der Ausblick auf die Kombination aus Hypersquare-Lenkrad und Steer-by-Wire sein, die erstmals 2027 in einem Serien-Peugeot zum Einsatz kommen soll. Das Concept ist nicht nur Showcar für Messen, sondern auch digital in der eigens entwickelten Fortnite-Insel „Polygon City“ erlebbar. Dort präsentiert sich das Fahrzeug in drei verschiedenen Stilrichtungen: als urbaner City-Flitzer, als sportlicher „Player“ oder als robust gestylter „Explorer“. Dies soll zusätzlich verdeutlichen, wohin die Reise für den elektrischen Kleinwagen gehen soll: in eine Zukunft, in der Technik, Nachhaltigkeit und Spielfreude zu einer neuen Form des Fahrvergnügens verschmelzen.

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