Software-Updates: VW ist fast fertig, Audi noch lange nicht

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm

Ursprünglich sollten die Software-Updates in Dieselfahrzeugen mit verbotenen Abschalteinrichtungen zum Jahreswechsel abgeschlossen sein. Doch noch warten gut eine Millionen Fahrzeuge auf die verpflichtende oder freiwillige Nachrüstung.

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4,1 Millionen Autos erhielten im Zuge des Diesel-Skandals bislang ein Software-Update. 1,2 Millionen fehlen noch.
4,1 Millionen Autos erhielten im Zuge des Diesel-Skandals bislang ein Software-Update. 1,2 Millionen fehlen noch.
(Bild: Volkswagen)

Die Diesel-Rückrufe bei VW sind nahezu abgeschlossen, bei anderen Herstellern ist jedoch noch einiges zu tun. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Parlaments hervorgeht, haben rund 99 Prozent der problematischen VW-Dieselmotoren der Baureihe EA 189 bereits ein Software-Update erhalten. Beim V6-Diesel im Pick-up Touareg beträgt die Umrüstquote 93 Prozent. Nachholbedarf gibt es jedoch bei den Fahrzeugen der Konzerntöchter.

Bei Porsche Cayenne und Macan wurde bislang bei 75 Prozent der Fahrzeuge die Abgasreinigung in Ordnung gebracht, bei den Audi-Modellen A6, A7, A8, Q5 und SQ5 liegt der Umrüst-Anteil lediglich bei 55 Prozent. Die Wettbewerber BMW (M550d, 750d) und Daimler (GLC, C-, V-Klasse) kommen auf 78 beziehungsweise 73 Prozent.

Neben den verpflichtenden Rückrufen gab es eine Reihe freiwilliger Nachbesserungsaktionen, die die Hersteller im Rahmen des Dieselgipfels 2017 zugesagt hatten. Insgesamt waren 5,3 Millionen Pkw betroffen. Von diesen sind bislang rund 4,1 Millionen umgerüstet worden. Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Zahl in den kommenden Monaten deutlich ansteigen wird, da das Kraftfahrt-Bundesamt in Kürze weitere Freigaben erteilt. Ursprünglich sollte die Aktion Ende 2018 abgeschlossen sein.

Daimler selbst sieht sich „absolut im Zeitplan“. Der Hersteller habe mit dem Verkehrsministerium und dem Kraftfahrt-Bundesamt vereinbart, die Software für rund eine Million Updates bis Ende 2018 fertig zu entwickeln. Dieses Ziel sei erreicht worden. Von den im September begonnenen Updates seien inzwischen je nach Baureihe schon 60 bis 85 Prozent abgearbeitet – „- nach gut 6 Monaten ein sehr guter Wert“.

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