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Spoticar: PSA-Gruppe startet neue Gebrauchtwagenmarke

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Die PSA-Gruppe will ihr Gebrauchtwagengeschäft weiter ausbauen. Dabei soll eine neue Marke helfen: Spoticar. Alle anderen Gebrauchtwagenmarken sollen weichen, mit einer Ausnahme.

(Bild: PSA)

Die französische PSA-Gruppe will ihre Gebrauchtwagenaktivitäten bündeln: Dazu führt der Hersteller die Marke Spoticar ein, unter der künftig das konzernweite Angebot zusammengefasst wird. „Wir sind in Frankreich gestartet“, erläutert Marc Lechantre, Vice President PSA Gebrauchtwagen. „Die anderen Länder werden schnell folgen.“ Bis zum Jahresende will Lechantre die Marke in elf europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, einführen.

PSA Deutschland bestätigte die Pläne. Ende des Jahres, spätestens Anfang nächsten Jahres soll die neue Gebrauchtwagenmarke die jeweiligen markenspezifischen Subbrands wie Citroën Select und Peugeot Qualitätsgebrauchtwagen ersetzen. Europaweit will der Konzern acht Labels verschwinden lassen.

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Mit einer Ausnahme: DS Certified. Die noch junge PSA-Premiummarke soll ihre eigene Subbrand für Gebrauchte behalten. Man wolle den Markenaufbau von DS Automobiles mit einer eigenen Gebrauchtwagenmarke unterstützen, heißt es aus dem Unternehmen.

Zum Marktstart in Frankreich ist Spoticar nicht nur bei Händlern zu finden, sondern auch mit einer eigenen Seite im Netz. Zudem verspricht die Marke persönliche Beratung und Hilfe. Nach einem Jahr oder 15.000 Kilometern erhält der Käufer eine kostenlose Wartung.

Dazu gibt es noch eine Zufriedenheitsgarantie: Wer in den ersten fünf Tagen – oder während der ersten 1.000 Kilometer – mit seinem Fahrzeug nicht zufrieden ist, kann es zurückgeben und erhält den Kaufpreis abzüglich Zulassungs- und Verwaltungsgebühren sowie Spritkosten zurück. Ähnlich sieht das Markenversprechen für Deutschland aus.

Auf die Händler kommen Investitionen zu

Durch die Einführung der Marke und Vereinheitlichung der Standards kommen auf die Händler auch Investitionen zu. Konkrete Zahlen waren aus dem Unternehmen nicht zu erfahren, allerdings sprach ein Unternehmensinsider von „sehr geringen“ Investitionen.

Etwaige Kosten sollen sich aus PSA-Sicht schnell durch die Vorteile auszahlen: Über die gesamte Organisation hinweg werde das Thema Remarketing vereinheitlicht und durch ein gemeinsames Label vereinfacht. Für die Händler vor Ort bedeute dies zudem eine einfachere Kommunikation gegenüber den Kunden.

In einem weiteren Schritt will der Konzern seine neue Gebrauchtwagenmarke auch bei den Partnern der Werkstattkette Eurorepar einführen und diesen ermöglichen, gebrauchte Fahrzeuge unter Spoticar zu vermarkten.

Mit der Neuaufstellung will die PSA-Gruppe stärker vom Gebrauchtwagenmarkt profitieren. Im Rahmen des „Push to Pass“-Plan will PSA seine derzeit 800.000 Verkäufen bis Ende 2021 auf rund eine Million steigern.

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