Starker Anstieg der Insolvenzen im Handel

Von Andreas Grimm Autor Name

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Insgesamt erleidet das Kfz-Gewerbe immer weniger Insolvenzen. Probleme gibt es aber im Handelssegment, während sich ein Sorgenkind früherer Tage zumindest kurzfristig stabilisiert hat.

Die Zahl der Pleiten im Automobilhandel steigt derzeit.(Foto:  Grimm / »kfz-betrieb«)
Die Zahl der Pleiten im Automobilhandel steigt derzeit.
(Foto: Grimm / »kfz-betrieb«)

Die Insolvenzen im Kfz-Gewerbe bleiben rückläufig. Wie aus am Freitag veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervorgeht, mussten im zuletzt ausgewerteten Monat Oktober 2018 42 Betriebe aus der Kfz-Branche ihre Zahlungsunfähigkeit anzeigen. Das waren fünf Unternehmen weniger als im Vorjahresmonat (-10,6 %).

Betroffen von den Liquiditätsproblemen waren vor allem kleine Betriebe mit insgesamt 173 Mitarbeitern. Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger summierten sich auf 20,1 Millionen Euro. Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft ist die Lage im Kfz-Gewerbe gut, da bundesweit über alle Branchenhinweg die Zahl der Pleiten um 3,5 Prozent auf 1.694 Fälle stieg.

In den ersten zehn Monaten des Jahres 2018 summiert sich die Zahl der Pleiten im Kfz-Gewerbe (inklusive des Teilehandels, der Waschanlagen und Lackierereien sowie der Motorradbetriebe) auf 493 betroffene Betriebe. Das waren 22 weniger als im Vorjahreszeitraum (-4,3 %).

Die wirtschaftliche Situation der Betriebe entwickelt sich dabei unterschiedlich. So stieg die Fallzahl im Automobilhandel stark an: von 16 auf 22 Fälle (+37,5 %). Diese Entwicklung lässt sich auch im Gesamtjahresverlauf beobachten. Dagegen scheint im Teile- und Zubehörhandel nach schwierigen Jahren eine Marktberuhigung erreicht zu sein. Die Zahl der Pleiten sank von 13 auf 5 Fälle (-61,5 %) – auch dieser Trend zeigt sich in der Gesamtjahresbetrachtung.

Im Werkstattgeschäft (Pkw + Nfz) ist die Fallzahl im Oktober 2018 im Vergleich zum Vorjahresmonat in etwa gleich geblieben. Sie sank von 10 auf 9 Fälle. Bei den Motorradbetrieben (Handel + Werkstatt) stieg die Zahl der betroffenen Unternehmen von 2 auf 3 an.

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