Top-100-Händlergruppen-Monitor Die Großen wachsen – bei sinkender Rendite

Von Andreas Grimm und Dr. Martin Achter 6 min Lesedauer

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Mehr Neuwagen, mehr Beschäftigte, mehr Marktanteil: Der Großtrend in der Kfz-Branche ist ungebrochen. Trotzdem entwickeln sich nicht automatisch alle Kennzahlen nach oben. Das IfA hat die Entwicklungslinien einmal mehr eingehend ausgeleuchtet.

Die 100 größten Autohausgruppen bauen ihre Stellung im deutschen Kfz-Markt weiter aus – insbesondere im Neuwagengeschäft.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Die 100 größten Autohausgruppen bauen ihre Stellung im deutschen Kfz-Markt weiter aus – insbesondere im Neuwagengeschäft.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Größere Einheiten, mehr Skaleneffekte, höhere Rendite – der Konzentrationsprozess in der Automobilbranche folgt nicht zuletzt der betriebswirtschaftlichen Logik. Im zurückliegenden Jahr 2024 sind die Top-Betriebe laut den Zahlen des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA) faktisch weiter gewachsen – nicht jedoch deren Gesamtrendite. Die sackte im Vergleich zu 2023 deutlich ab, zeigt der Händlergruppen-Monitor des IfA und der Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT), den IfA-Direktor Stefan Reindl am Mittwoch, 15. Oktober, in Nürtingen im Vorfeld des IfA-Branchengipfels vorstellte (siehe auch Tabelle am Ende des Beitrags).

Seit dem Jahr 2020 erwirtschaften die großen Autohausgruppen laut der zum 21. Mal vorgelegten Studie durchgängig eine Rendite oberhalb des Branchendurchschnitts. Angesichts der wirtschaftlichen Flaute sind die Überschüsse zuletzt deutlich unter Druck geraten – der Rendite-Abstand zwischen den Großen der Branche und dem Gesamtgewerbe hat sich gleichzeitig prozentual trotzdem vergrößert. Geschäfts- und Konsumklimaindex sind schlecht, die Wirtschaft wächst nicht. „Eine dauerhaft rezessive Entwicklung kann auf Dauer nicht gut gehen“, warnte Reindl in einem einführenden Statement.