E-Auto-Reichweite Tesla soll in Korea Millionenstrafe zahlen

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow und Yvonne Simon 6 min Lesedauer

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Die südkoreanische Kartellbehörde wirft Tesla irreführende Werbung vor: Die versprochene Reichweite sei übertrieben. Drohen solche Klagen auch in Deutschland?

Tesla wurde in Südkorea zu einer Millionenstrafe verdonnert. Die beworbenen Reichweiten seien übertrieben.(Bild:  Simon – »kfz-betrieb«)
Tesla wurde in Südkorea zu einer Millionenstrafe verdonnert. Die beworbenen Reichweiten seien übertrieben.
(Bild: Simon – »kfz-betrieb«)

Dass die tatsächliche Reichweite auf der Straße nicht immer mit den Angaben der Autohersteller übereinstimmt, verunsichert und ärgert so manche E-Auto-Käufer und -Interessenten. Nun soll Tesla in Südkorea eine Strafe von umgerechnet 2,2 Millionen US-Dollar zahlen. Der Grund: irreführende Werbung und übertriebene Reichweiten-Angaben.

Wie die koreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag meldete, hat die Kartellbehörde des Landes den amerikanischen Autobauer mit der Strafe belegt. Die koreanische Fair Trade Commission begründete ihre Entscheidung demnach folgendermaßen: „Die in der Werbung genannte Strecke ist nur bei einer durchschnittlichen Temperatur und in Innenstädten möglich. Unter anderen Bedingungen ist die Entfernung kürzer.“ Und weiter: „Die tatsächliche Reichweite sank bei kälteren Temperaturen um bis zu 50,5 Prozent.“