Testfahrt im neuen Porsche 911: Boxer statt Bullitt

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Die Musik zu diesem heißen Tanz spielen die bekannten und nur im Detail optimierten Motoren. Bei allen anderen Herstellern würde es dafür Kritik hageln, weil man bei einer neuen Generation auch neue Triebwerke erwartet. Aber bei Porsche, wo die Fans auf Neuerungen gerne etwas nervös reagieren, hört man das gerne. Erst recht, wenn vielerorts schon von Plug-in-Hybriden oder gar von Vierzylindern die Rede war.

Glaubt man Achleitner, dann ist das erst einmal kein Thema. So sei die Plattform zwar für Aufnahme eines Akkus vorbereitet. Doch solange die Batterie noch so schwer sei, komme sie ihm nicht in den Elfer, gibt der Baureihenchef Entwarnung. Zumindest bis zum Facelift in drei, vier Jahren haben die Porsche-Puristen deshalb noch Ruhe vor dem Sound of Silence.

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Basis-Elfer künftig mit 385 PS

Stattdessen steckt im Heck der bekannte und bewährte Boxer mit 3,0 Litern Hubraum, der im Carrera S nun auf 450 PS und 530 Nm kommt. Neu ist nur die Doppelkupplung, die nun acht statt sieben Gänge hat und mit ihrem kürzeren Format schon mal für den Einbau eines E-Motors gerüstet. Damit beschleunigt der Carrera S in 3,7 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und schafft deutlich mehr als 300 km/h, stellt Achleitner in Aussicht. Als zweite Motorvariante kommt dann noch der Basis-Elfer, der künftig 385 PS leisten wird. Danach kommen wie üblich GTS, Turbo & Co und natürlich auch die anderen Karosserievarianten wie das Cabrio und der Targa.

Selbst wenn die elektrische Revolution noch ein bisschen auf sich warten lässt, kann sich der Elfer allerdings nicht ganz freimachen vom Zeitgeist. Die Motoren bekommen deshalb erstmals einen Partikelfilter. Im Cockpit flimmern rund um den nach wie vor analogen Drehzahlmesser digitale Instrumente, der Mitteltunnel ist fast so futuristisch wie im Panamera, und der Touchscreen daneben ist deutlich größer.

Die aktualisierte Online-Navigation, die übrigens bereits Ladesäulen verzeichnet hat, kann Ernst dabei geflissentlich ignorieren, während er den Tross der Prototypen von einer Prüfung zur nächsten. führt Nur ein System können sie hier partout nicht testen. Den neuen Wasserwarner, der mit einem Mikrophon im Radkasten am Spritzwasser erkennt, wenn die Straße gefährlich feucht wird, und dann Alarm schlägt und die ESP-Programmierung ändert. Dafür ist das Wetter in Kalifornien einfach zu gut. Stattdessen probieren die Ingenieure irgendwann eben das Soundsystem aus und hören dort – was für ein Zufall - den passenden Titel zu ihrem Test: California Dreaming. Und auf dem Rückweg nach San Francisco erlaubt sich sogar Erprobungsleiter Ernst einen faszinierten Blick auf die Golden Gate Bridge. Ein bisschen Tourist ist er eben doch.

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