Suchen

Topmanagerin Wortmann verlässt BMW

Autor: Christoph Seyerlein

Seit ihrem Einstieg 1998 hatte Hildegard Wortmann bei BMW eine steile Karriere hingelegt. Nun verlässt die 52-Jährige den Münchner Autobauer. Offenbar ist sie im Rennen um einen Vorstandsposten bei der Konkurrenz.

Firmen zum Thema

Hildegard Wortmann arbeitete seit 1998 bei BMW.
Hildegard Wortmann arbeitete seit 1998 bei BMW.
(Bild: BMW)

BMW muss den Chefposten in der Vertriebsregion Asien-Pazifik neu besetzen. Der Hersteller bestätigte gegenüber der „Welt“, dass die bisherige Leiterin Hildegard Wortmann den Autobauer verlassen hat. Wohin es die 52-Jährige verschlägt ist noch nicht klar.

Verschiedene Medien berichten, dass Wortmann einen Vorstandsposten bei BMW-Konkurrent Audi übernehmen könnte. Vorstellbar wäre beispielsweise, dass die ausgebildete Fremdsprachenkorrespondentin und Betriebswirtin das Vertriebsressort in Ingolstadt übernimmt. Jenes führt Audi-Chef Bram Schot neben seinen Aufgaben als Vorstandsvorsitzender aktuell in Personalunion, eine Dauerlösung soll das aber nicht bleiben.

Sollte Wortmann tatsächlich in den Volkswagen-Konzern wechseln, würde sie sich zu einigen anderen prominenten Namen gesellen, die in der jüngeren Vergangenheit den Münchnern für einen Posten beim Branchenriesen den Rücken gekehrt haben. Beispielsweise war der aktuelle Volkswagen-Chef Herbert Diess vor seiner Zeit in Wolfsburg BMW-Entwicklungschef. Auch BMW-Einkaufschef Markus Duesmann hat VW abgeworben. Allerdings beharren die Münchner bei ihm weiter auf einer Konkurrenz-Klausel, weshalb Duesmann erst zwei Jahre nach seinem Abschied bei BMW bei einem Wettbewerber anheuern darf. Zuletzt war außerdem Marketingfachmann Sven Schuwirth nur wenige Monate nach seinem Wechsel zu BMW wieder zu Audi zurückgekehrt.

Ähnlich wie Duesmann besaß auch Wortmann eine Sperrklausel in ihrem BMW-Vertrag. Allerdings soll diese nur auf sechs Monate festgelegt worden sein, die Managerin könnte demnach wohl zum 1. Juli bei einem Konkurrenten einsteigen. Wortmann war 1998 bei BMW eingestiegen und hatte eine steile Karriere bis hin zur Leitung der Kernmarke hingelegt. Lange galt sie als potenzielle Nachfolgerin für Peter Schwarzenbauer, der im Vorstand unter anderem Mini verantwortet, in absehbarer Zeit aus Altersgründen aber ausscheiden wird. Wortmanns Ernennung zur Leiterin der Vertriebsregion Asien-Pazifik ohne den wichtigsten Markt China im Jahr 2017 werteten viele Branchenkenner allerdings als Karriere-Knick.

(ID:45668574)

Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«