Krise Volkswagen erhöht Preise für Verbrenner-Modelle erneut

Von Dr. Martin Achter 1 min Lesedauer

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Die Kernmarke des Konzerns muss aktuell zusehen, woher das Geld kommt. Da sieht sie in einer Preiserhöhung über alle Verbrennermodelle hinweg wohl ein Mittel. Eine Begründung liefert der Hersteller in seiner Mitteilung an die Händler allerdings nicht.

Volkswagen erhöht die Preise für die gesamte Verbrenner-Modellpalette.(Bild:  Volkswagen AG)
Volkswagen erhöht die Preise für die gesamte Verbrenner-Modellpalette.
(Bild: Volkswagen AG)

Die Marke Volkswagen steckt aktuell in der Krise – sogar betriebsbedingte Kündigungen und Werkschließungen stehen im Raum. Auf der Suche nach zusätzlichen Erlösen hebt das Fabrikate in diesem Jahr erneut die Preise an.

Wie die Marke jetzt ihren Händlern mitteilte, steigen die unverbindlichen Preisempfehlungen für die Einstiegsmodelle zum 12. September. Praktisch die gesamte Modellpalette wird teurer – bis auf den Kleinwagen Polo. Das geht aus einem Schreiben an die Händler hervor, das »kfz-betrieb« vorliegt. Die Preiserhöhungen beziehen sich ausschließlich auf Verbrennermodelle im klassischen Vertriebssystem, nicht aber auf die Modelle der ID-Familie.

Die Preise für die Verbrenner entwickeln sich demnach ab der kommenden Woche folgendermaßen:

Die Preisanpassung bezieht sich den Angaben zufolge ausschließlich auf das Modelljahr 2025. Gründe für die Erhöhung nannte der Konzern nicht. Er verwies in seiner Übersicht (siehe oben) jedoch auf die Inflation, bezogen auf die Modelle. Beim Verkauf an einen Kunden richtet sich der Preis nach dem jeweiligen Bestelltag. Händler können ihren Kunden demzufolge letztmals am 11. September die alten Preise gewähren. Zuletzt hatte Volkswagen im Frühjahr 2023 die Preise erhöht.

Auch die unverbindlichen Preisempfehlungen für diverse Ausstattungsmerkmale hebt Volkswagen an. Dazu gehören Panorama- und Schiebedächer, Reserveräder, verschiedene Navigations- und Infotainmentangebote, Standheizungen, Head-up-Displays sowie diverse Ausstattungspakete und Leistungen rund um das Exterieur von Fahrzeugen.

Noch im Frühjahr stand eine modellübergreifende Preiserhöhung bei Volkswagen nicht im Raum, wie Volkswagen-Deutschland-Chef Achim Schaible damals im Interview mit »kfz-betrieb« sagte. Die Lage des Fabrikats scheint sich aber wohl derart verschlechtert zu haben, dass es derlei Schritte nun umsetzt.

Zu Preiserhöhungen seiner elektrischen ID-Modelle, die Volkswagen in einem unechten Agentursystem verkauft, machte die Marke keine Angaben. Auch hier dürften Anpassungen nicht ausgeschlossen sein.

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