Volvo: „Liefersituation entspannt sich“
Dieselmotorisierte Volvo-Neuwagen sind europaweit Mangelware – das wirkt sich negativ auf die Neuzulassungen aus. Geschäftsführer Bernhard Bauer stellt aber ein baldiges Ende des Engpasses in Aussicht.
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Mit der neuen Sportlimousine Volvo S60 und mit dem neuen Sportkombi V60, der am 13. November auf den Markt kommt, sieht sich der Geschäftsführer von Volvo Car Germany, Bernhard Bauer, bestens gerüstet, um 2010 die Ein-Prozent-Marktanteil-Hürde zu überspringen. Zwischen 28.000 und 29.000 Einheiten will der Importeur in diesem Jahr vermarkten.
„Auch wenn das KBA im ersten Halbjahr eine zweistellige Minuszahl ausweist, sind wir sehr zufrieden“, so Bauer. „Die Auftragsbücher sind so voll wie seit fünf Jahren nicht mehr.“ Das Problem, mit dem nicht nur Volvo Car Germany, sondern auch viele andere Ländergesellschaften seit einigen Monaten zu kämpfen haben, ist die eingeschränkte Verfügbarkeit verschiedener Modelle.
Produktion bis Ende des Jahres ausverkauft
Speziell bei den Dieselmodellen Volvo C30 und V50 D3 und D4 gibt es aufgrund der über Plan liegenden Nachfrage massive Lieferengpässe. Die Produktion ist bis Ende des Jahres ausverkauft.
Begründet ist der Lieferengpass im weltweiten Aufschwung der schwedischen Herstellers, der per Ende August über 15 Prozent im Plus liegt: „Wir können nicht mehr wie in der Vergangenheit mit Produktionsplätzen flexibel disponieren. Jedes Land fragt nach zusätzlicher Ware“, erklärt Bauer und fügt hinzu: „Nicht einmal der größte Optimist hätte im Krisenjahr 2009 die Bestellungen bei den Zulieferern um bis zu einem Viertel aufgestockt.“
Schuld am derzeitigen Engpass seien zum Teil aber auch die Vertriebspartner: „Die Händler hätten sich bevorraten können, aber vielen hat der Mut gefehlt“, bemerkt der Geschäftsführer.
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