Quartalszahlen

VW-Konzern wird in Teilen optimistischer

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In der Entwicklung selbstprogrammierter IT-Systeme für künftige Autos hakte es zuletzt jedoch erheblich. Abstimmungsprobleme kosten viel Geld, verzögerten bereits geplante Modellanläufe und sollen mit zur Ablösung von Konzernchef Herbert Diess zum 1. September geführt haben.

Herber Verlust bei Cariad

Im zweiten Quartal habe die zuständige Konzernsparte Cariad beim Ausrollen von Software-Updates für die Fahrzeugflotte „deutliche Fortschritte“ gemacht, hieß es. Der Verlust im laufenden Geschäft verdoppelte sich aber nahezu auf 978 Millionen Euro.

Die genaue Aufteilung der Aufgaben an der Konzernspitze nach dem geplanten Ausscheiden von Diess ist laut Antlitz nicht im Detail geklärt. „Wir haben die Spezifika noch nicht ausgearbeitet. Aber meine Arbeit wird sich wahrscheinlich nicht sehr von dem unterscheiden, was ich heute tue“, sagte er.

Diess soll zum 1. September die Leitung des Vorstands an Porsche-Chef Oliver Blume abgeben – dieser führt auch die Stuttgarter Sportwagenmarke parallel weiter. In Wolfsburg soll Antlitz dann Blume im Tagesgeschäft unterstützen.

Blumes anstrengende Doppelrolle

Details zum Zuschnitt der Funktionen werde es in einigen Wochen geben, spätestens im September, deutete der Finanzchef an. Im Kern sei Blumes Vertrag „50 zu 50“ zwischen beiden Unternehmen aufgeteilt. Bei einigen Branchenexperten waren Zweifel lautgeworden, ob die Doppelrolle sinnvoll ist – zumal sich Blume mit Porsche-Finanzchef Lutz Meschke um den bis Jahresende geplanten Mega-Börsengang der Tochter kümmern muss.

„Teuerung ist ein vorübergehendes Phänomen“

Angesichts der hohen Inflation und anstehenden Tarifgesprächen wollte Antlitz die Erwartungen an hohe Lohnzuwächse dämpfen. „Die Mitarbeiter profitieren bereits von unseren guten operativen Ergebnissen. Dies sollte mit berücksichtigt werden“, sagte er. Nach Antlitz' Einschätzung ist ein größerer Teil der Teuerung zudem kein dauerhaftes, sondern eher ein vorübergehendes Phänomen.

Die Tarifbeschäftigten erhalten jährlich einen Bonus, der sich im Kern am Betriebsgewinn bei der Hauptsparte orientiert. Aus Sicht der IG Metall soll sich diese Entwicklung aber nicht allein im Bonus, sondern ebenso im regulären Tariflohn widerspiegeln.

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