Vertriebsstrategie Warum E-Bikes ein lohnendes Zusatzgeschäft sind

Von Silvia Lulei und Julia Mauritz

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Immer mehr Autohändler entdecken das E-Bike-Geschäft als zweites Standbein für sich. Das Autohaus Manz und Fischer Automobile gehören dazu. Dabei sind sie zwei ganz unterschiedliche Wege gegangen.

Im 600 Quadratmeter großen E-Bike-Store wird ein breites Marken- und Produktportfolio präsentiert.(Bild:   Manz)
Im 600 Quadratmeter großen E-Bike-Store wird ein breites Marken- und Produktportfolio präsentiert.
(Bild: Manz)

Die Gelegenheit konnte sich Herbert Manz, Geschäftsführer des VW-Autohauses Manz im oberpfälzischen Schwarzenfeld, nicht entgehen lassen: Vor zwei Jahren, mitten in der Corona-Pandemie, bekam er das Angebot, auf dem Nachbargrundstück eine 600 Quadratmeter große Verkaufshalle zu übernehmen. Für ein Autohaus, das seit Jahrzehnten mit Platznot zu kämpfen hatte, ein Traum. Doch Herbert Manz, der das Familienunternehmen mit 40 Mitarbeitern in zweiter Generation führt, kam ins Grübeln: Wäre es wirklich sinnvoll, die gewonnene Fläche für Autos zu nutzen? Er ließ die Halle zunächst leerstehen, um sich Gedanken über eine alternative Nutzung zu machen. Schrittweite nahm beim leidenschaftlichen Radsportler die Idee Gestalt an, sich mit E-Bikes als Mobilitätsanbieter breiter aufzustellen. Doch trotz guter Kontakte zu den Bike-Herstellern stellte sich schnell Ernüchterung ein: „Ich habe das Geschäft unterschätzt“, gestand sich Manz ein. Zu der Herausforderung, ein möglichst breites Markenportfolio anbieten zu können, gesellten sich personelle und organisatorische Fragen.

Als Gamechanger erwies sich vor gut einem Jahr ein Gespräch mit dem E-Bike-Franchisesystem E-Motion. „Schon nach dem ersten Treffen war klar, dass es passt“, erinnert sich der Unternehmer. Im Dezember 2021, drei Monate nach der ersten Kontaktaufnahme, unterzeichnete das Autohaus den E-Motion-Händlervertrag.