Waschtrends auf der Automechanika

Autowäsche als Frequenzbringer und Neukundenbagger

| Autor: Ottmar Holz

Rotierende Waschbürsten von Christ
Rotierende Waschbürsten von Christ (Bild: Mack / kfz-betrieb)

Die Aussteller in der „Car-Wash-City“ auf dem Frankfurter Messegelände stellen dieses Jahr viele Produkte vor, die dem Autohaus helfen, das Waschgeschäft profitabel zu gestalten. Auch die Fachtheorie kommt dabei nicht zu kurz: Auf dem „Car-Wash-Podium“ in der Leichtbauhalle 10 geben Experten vieler Aussteller täglich in Fachvorträgen wertvolle Tipps rund ums Waschgeschäft.

Direkt in Halle 10 zeigt die Otto Christ AG ihre große Produktpalette – von Portalwaschanlagen bis zu Förderbändern in Waschstraßen. Firmenvorstand Alexander Christ stellt hier auch den neuen „Wheel Master“ vor: Er reinigt alle Radgrößen dank einer horizontal und vertikal oszillierenden Waschbürste. „Das spart der Werkstatt viel manuelle Nacharbeit mit kleinen Bürstchen bei vielspeichigen Felgen“, meint CEO Christ. Wertvolle Zeit spart die Werkstatt auch mit dem Waschportal Genius Vitesse: Es erledigt alle Waschvorgänge in nur zwei Portalläufen; so sind bis zu 200 Durchläufe am Tag problemlos möglich.

Washtec sieht die Autowäsche als Frequenzbringer und Neukundenbagger. Ideales Produkt aus Sicht der Firma ist hier das Waschportal „Softcare Pro Classic Race“ – es benötigt für eine Wäsche nur 3,5 Minuten. Das ist vor allem bei öffentlich zugänglichen Waschanlagen in Stoßzeiten ein wichtiges Kriterium. „Geben Sie Ihren Werkstattkunden doch mal eine Waschkarte mit 50 Euro Guthaben anstatt der üblichen Gummimatten aus“, meint Rabea Nikolay, Pressereferentin von WashTec. „Das bringt Ihnen höchstwahrscheinlich einen neuen Waschkunden – auf jeden Fall aber öfter Kunden auf den Hof,“ erklärt sie.

Kärcher hilft seinen Kunden mit zwei Neuheiten fürs Tagesgeschäft: Die neue Waschlanze nutzt die Physik – der Rückstoß des Wasserstrahls liefert die nötige Haltekraft für den Auslöser. So ermüden die Armmuskeln des Anwenders auch nach stundenlangem Vorreinigen nicht, denn er braucht weniger Kraft in der Hand.

Für Waschportale hat Kärcher ein neues Vorwaschmodul entwickelt – es nutzt die Waschchemie und die Hochdruckpumpe des Portals. Damit spart der Betrieb Platz und muss keinen weiteren Hochdruckreiniger anschaffen.

Auch das Geschäft mit der Radeinlagerung wächst aufgrund des SUV-Booms immer weiter. Profitabel ist hier vor allem die Radwäsche. Tiresonic stellt ein neues Zusatzmodul für die bekannte Ultraschallwaschmaschine vor: einen speziellen Arbeitstisch mit Gitterrost und Frischwasserbrause. So kann der Wäscher nach dem eigentlichen Reinigungsvorgang letzte Schmutzwasserreste von der Felge spülen und die gereinigte Felge sofort in sauberer Umgebung fotografieren, um eventuelle Schäden zu dokumentieren. Die Kapazität der Anlage beträgt bis zu 400 Räder am Tag.

Washtec auf der Automechanika: Halle F10.0, Stand A08
Otto Christ: Halle F10.0, E11
Kärcher: Halle F10.0, A16
Tiresonic: Halle 8.0, L43

Automechanika 2016: Zwischen Klassikern und Weltneuheiten

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