Ersatzteilhandel Wegen Zweifeln an der Qualität: Kein „Siegeszug“ von Online-Ersatzteilquellen

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Autobesitzer wenden sich beim Ersatzteilkauf nur allmählich dem Onlinehandel zu, ein „Siegeszug“ dieser Quellen ist jedoch nicht erkennbar. Das ist das Ergebnis einer Befragung durch das Marktforschungsinstitut Ipsos im Auftrag der Prüforganisation Dekra.

Gut die Hälfte der Befragten (51 Prozent) ist der Meinung, Werkstätten sollten nicht nur selbst bestellte Ersatzteile, sondern auch vom Autobesitzer mitgebrachte Teile einbauen.(Bild:  www.dugulan.com – stock.adobe.com)
Gut die Hälfte der Befragten (51 Prozent) ist der Meinung, Werkstätten sollten nicht nur selbst bestellte Ersatzteile, sondern auch vom Autobesitzer mitgebrachte Teile einbauen.
(Bild: www.dugulan.com – stock.adobe.com)

Zum dritten Mal nach 2017 und 2020 befragte das Marktforschungsinstitut Ipsos im Auftrag der Prüforganisation Dekra 1.000 Autobesitzer in Deutschland nach ihren Präferenzen beim Kauf von Ersatzteilen. Insbesondere ging es um den Kauf im Internet; diese Möglichkeit kannten 782 der Befragten (2020: 832, 2017: 838). Davon haben 304 solche Bezugsquellen bereits genutzt (2020: 290, 2017: 283).

Nach den Ergebnissen der Studie „nimmt die Zahl derer, die Fahrzeugteile schon online gekauft haben, langsam zu“, erklärt Dekra in einer Mitteilung. „Ein ‚Siegeszug‘ der Onlinequellen ist aber im Vergleich zu Befragungen der vergangenen Jahre nicht erkennbar – wohl auch deshalb, weil Zweifel an der Qualität bleiben.“

Diese Zweifel werden anhand zweier Antworten deutlich: Der Aussage „Die Qualität von Ersatzteilen aus dem Internet ist die gleiche wie bei Werkstätten“ stimmten lediglich 35 Prozent der Befragten zu (2020: 32 %, 2017: 37 %). Einer zweiten Aussage stimmte ebenfalls nur ein gutes Drittel (34 %) der Befragten zu: „Ich habe volles Vertrauen zu Ersatzteilen, die man im Internet kaufen kann.“ 2020 waren das 28 und 2017 31 Prozent.

Einige wichtige Details der Studie mit Rückblick auf 2020 und 2017 (zum Vergrößern anklicken).(Bild:  Dekra)
Einige wichtige Details der Studie mit Rückblick auf 2020 und 2017 (zum Vergrößern anklicken).
(Bild: Dekra)

Konkret bejahten 39 Prozent der Studienteilnehmer die Frage, ob sie Ersatzteile bereits online bestellt haben (2020: 34 %, 2017: 35 %). 16 Prozent haben das vor (2020 und 2017: 15 %), beachtliche 43 Prozent jedoch nicht (2020: 49 %, 2017: 47 %).

Ebay, Amazon und kfzteile24.de am beliebtesten

Mit Abstand am häufigsten genutzt werden drei Plattformen: Ebay/Ebay Kleinanzeigen mit 35 Prozent (2020: 38 %, 2017: 42 %), Amazon mit 31 Prozent (2020 und 2017 wurde das Unternehmen nicht abgefragt) und kfzteile24.de mit 28 Prozent (2020: 32 %, 2017: 27 %). Die erkennbare Konzentration auf die drei genannten Plattformen wird durch die Nennung „sonstiger“ Bezugsquellen gestützt: Nachdem 2017 noch 32 Prozent der Befragten solche Bezugsquellen erwähnten, waren es 2020 nur noch 10 Prozent und bei der aktuellen Studie 12 Prozent.

Aus Sicht der Kfz-Betriebe interessant ist auch ein weiteres Ergebnis der Studie. Zitat aus der Dekra-Mitteilung: „Gut die Hälfte der Befragten (51 %) ist der Meinung, Werkstätten sollten – ggf. gegen Mehrkosten – auch Teile einbauen, die der Autobesitzer selbst mitgebracht hat. In den vorangegangenen Befragungen lag dieser Wert mit 56 Prozent (2020) bzw. 58 Prozent (2017) jeweils noch höher.“

Die gesamte, im März 2022 durchgeführte Studie ist unter www.dekra.de/aftersales-studie-2022 als Download bestellbar.

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