„Silicon Autohaus“ Welche Software Händler selbst entwickeln

Von Julia Mauritz und Dr. Martin Achter 8 min Lesedauer

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Keiner kennt die besonderen Anforderungen, die Händler und Werkstätten an Software haben, so gut wie die Autohäuser selbst. Manch ein Kfz-Betrieb entwickelt Programme folglich in Eigenregie – und vermarktet diese auch an Händlerkollegen.

Mit der Software Workshop Control können Autohäuser ihren Serviceprozess digitalisieren.(Bild:  Rosenow – »kfz-betrieb«)
Mit der Software Workshop Control können Autohäuser ihren Serviceprozess digitalisieren.
(Bild: Rosenow – »kfz-betrieb«)

Wenn es um Software für Autohäuser geht, herrscht wahrlich kein Mangel – von kleinen Tools bis zu mächtigen Programmen bieten Softwarespezialisten und Autohersteller eine Fülle von Programmen an. Dennoch bilden diese oftmals nicht die gesamte Struktur eines Kfz-Betriebs ab – oder nur mit Prozessbrüchen. Da verwundert es nicht, dass es Autohäuser gibt, die diesem Manko mit Eigenentwicklungen begegnen. Und manch ein Handelsbetrieb macht seine Programme auch Händlerkollegen zugänglich.

Herbrand/Evosec: Software für die Sales- und Aftersales-Digitalisierung

Die Mehrmarken-Autohausgruppe Herbrand hat 2007 die IT-Firma Evosec gegründet, in der inzwischen 50 Mitarbeiter Programme entwickeln, die auch an andere Autohäuser vermarktet werden. Die Softwareprogramme von Evosec zielen darauf ab, die Vertriebs- und Serviceprozesse im Autohaus zu digitalisieren und durch das Vermeiden von Systembrüchen die Effizienz zu steigern. „Mit der IT-Landschaft der Automobilhersteller lässt sich das Autogeschäft steuern. Die Systeme berücksichtigen jedoch weder für die Autohäuser wichtige Nebengeschäfte noch externe Dienstleister oder komplexe Backoffice-Prozesse in der benötigten integrierten Tiefe“, erklärt Entwicklungsleiter Stefan Schmeink.