Wellergruppe: VW-Sparte Max Moritz in Schieflage

Von Jens Rehberg und Andreas Wehner Autor NameAutor Name

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Max Moritz, das Unternehmen der Wellergruppe, in dem die Volkswagen-Konzernmarken VW-Pkw und -Nutzfahrzeuge, Audi sowie Skoda gebündelt sind, hat am Dienstag die Sanierung unter Eigenverwaltung mit Gläubigerschutz beantragt.

Noch im vergangenen Jahr hat die Wellergruppe zehn Millionen Euro in ihr Bielefelder Audi-Zentrum investiert.(Foto:  Wellergruppe)
Noch im vergangenen Jahr hat die Wellergruppe zehn Millionen Euro in ihr Bielefelder Audi-Zentrum investiert.
(Foto: Wellergruppe)

Das Volkswagengeschäft der Wellergruppe ist in finanzielle Schieflage geraten. Die Vertriebsgesellschaft, in der die Volkswagen-Fabrikate VW-Pkw und -Nutzfahrzeuge, Audi sowie Skoda gebündelt sind, hat am Dienstag die Sanierung unter Eigenverwaltung mit Gläubigerschutz beantragt. Das teilte das Unternehmen in einer knappen Presseerklärung mit. Dem Ganzen sei bereits eine 16-monatige Restrukturierung vorausgegangen. Burkhard Weller war am frühen Dienstagabend für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Jüngst hatte der Händler in einem Gespräch mit »kfz-betrieb« Max Moritz als „ein Sorgenkind“ bezeichnet. Zwar habe die Volkswagen-Sparte mit attraktiven Preisangeboten bei der Kernmarke seinen Neuwagenabsatz stabil halten können, im Gebrauchtwagengeschäft habe man jedoch mit den Folgen der Dieselkrise zu kämpfen. Während sich der Absatz mit Fahrzeugen aus zweiter Hand bei den Weller-Gesellschaften B & K und Autoweller in diesem Jahr auf Vorjahresniveau bewegte, sackte er bei Max Moritz offenbar um satte 20 Prozent ab. Dabei hätte es noch schlimmer kommen können, jedoch habe sich Weller „für die Stückzahlen entschieden und dafür einen geringeren Ertrag in Kauf genommen, um das Servicegeschäft möglichst stabil zu halten“, sagte der Unternehmer gegenüber »kfz-betrieb«.

Das oberste Ziel sei nun die erfolgreiche Suche nach Investoren für die einzelnen Standorte, heißt es in der Mitteilung vom Dienstag weiter. Der Service-Betrieb Wiesmoor werde nach eingehender wirtschaftlicher Prüfung geschlossen. Die Schritte seien mit dem Volkswagenkonzern abgestimmt.

Das Verfahren habe auf die anderen beiden Sparten der Wellergruppe, Autoweller (Toyota) und B&K (BMW und Mini), keinen Einfluss, da diese rechtlich und finanziell eigenständig aufgestellt seien. Die Wellergruppe wird in diesem Jahr nach eigenen Angaben voraussichtlich insgesamt rund 53.000 Fahrzeuge absetzen (2016: 53.120) und einen Umsatz von circa 1,3 Milliarden Euro erzielen (2016: 1,2 Milliarden Euro).

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