Retro-Fahrzeuge
Wie Microlino und Karo zur Isetta 2.0 werden wollen
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Vor 60 Jahren stellte BMW den Bau seiner Isetta ein. Nach nicht ganz so vielen Jahren Verzögerung sollen mit dem „Karo“ und dem „Microlino“ nun endlich zwei Neuzeit-Klone des bekannten „Motocoupés“ an den Start gehen.
Er ist noch älter als „Freude am Fahren“: „Freude haben – Kosten sparen – BMW Isetta fahren“. Mit diesem Spruch bewarb BMW anno 1955 seine neueste Kreation, ein kleines knuffiges Rollermobil. Nicht Fisch, nicht Fleisch, das heißt, weder Roller/Motorrad noch richtiges Auto war das Ei auf vier Rädern. Deshalb ersannen die Münchner Werbetexter wohl auch den Begriff des „Motocoupés“. Aber nicht nur deswegen wurde der überdachte Roller für zwei ein großer Erfolg. Er war einfach das richtige Fahrzeug zur richtigen Zeit. Wo Motorrad- und Rollerfahren oft kalt, unbequem und „zu klein“, ein echtes Auto aber finanziell unerreichbar war. Genau in diese Lücke passte die Isetta wie kaum ein anderes Wägelchen zu dieser Zeit.
Dabei war die Isetta nicht einmal eine BMW-Erfindung. Renzo Rivolta, der Eigentümer des Kälteanlagen- und Motorradherstellers Iso Rivolta, ließ Anfang der Fünfzigerjahre von den Flugzeugingenieuren Ermenegildo Preti und Pierluigi Raggi ein Rollermobil konstruieren. Das Ergebnis präsentierte Rivolta in Form der Iso Isetta 1954. Wie bei einem Lastensegler klappt man bei dem Fahrzeug eine große Fronttür auf. Dabei schwenkt das Lenkrad mit der Fronttür nach vorn und zur Seite und bietet so Zugang zum Innenraum für zwei. Genau diese Iso Isetta entdeckten BMW-Verantwortliche auf dem Turiner Autosalon zu jener Zeit. Schnell wurde ihnen klar, dass solch ein Wagen auch beim deutschen Publikum gut ankommen würde. Ergo wurden sie sich mit den Italienern handelseinig, erwarben eine Lizenz, und bauten die Iso Isetta inklusive eigener Motorradmotoren und einiger Detailverbesserungen fortan in Eigenregie.
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