Radwechsel Die Mehrheit lässt jetzt wechseln

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Moderne Autos lassen kaum noch „Do it yourself“ zu – mit Ausnahme des Räderwechsels. Doch auch für diese Arbeit schwindet bei immer mehr Autofahrerinnen und Autofahrern die Lust.

Ab sofort geht es wieder rund in vielen Kfz-Betrieben. Der halbjährliche Räderwechsel steht an.(Bild:  Rosenow – »kfz-betrieb«)
Ab sofort geht es wieder rund in vielen Kfz-Betrieben. Der halbjährliche Räderwechsel steht an.
(Bild: Rosenow – »kfz-betrieb«)

Nach einer Untersuchung der DAT ließen im Jahr 2021 52 Prozent aller Pkw-Halter ihre Räder in einer Werkstatt wechseln. Das sind etwas mehr als noch im Jahr 2019 (50 Prozent), als diese Befragung zum letzten Mal stattfand. Von diesen Arbeiten fanden jeweils 21 Prozent in Markenbetrieben und freien Werkstätten statt und weitere 10 Prozent in Reifenfachbetrieben.

Immerhin schon 22 Prozent fuhren auf Ganzjahresreifen und sparten sich den saisonalen Wechsel. Zum Vergleich: Vor drei Jahren betrug der Marktanteil von Ganzjahresreifen laut DAT-Report noch 16 Prozent. Es deutet nichts darauf hin, dass sich der weitere Vormarsch dieser Reifenbauart in der nächsten Zeit verlangsamen könnte.

Doch das bedeutet nicht unbedingt, dass das Einlagerungsgeschäft der Kfz-Betriebe in naher Zukunft schrumpfen müsste. Denn immer noch gut jeder vierte Pkw-Halter erledigte den Räderwechsel in Eigenregie – eine Arbeit, die angesichts der steigenden Radgrößen und -gewichte immer schwieriger zu erledigen sein wird.

Zu-Hause-Lagerer zum Thema Ladungssicherung aufklären

Und noch ein weiteres Wachstumspotenzial ergibt sich aus der Befragung der DAT: Nur 55 Prozent der Personen, die ihre Räder in einer Werkstatt wechseln ließen, nutzten das Einlagerungsangebot ihres Autohauses. 45 Prozent nehmen die Räder also mit nach Hause und lagern sie dort. Das raubt nicht nur Platz, sondern der Transport der Räder muss auch mit der entsprechenden Ladungssicherung erfolgen, was vielen Autofahrerinnen und Autofahrern wahrscheinlich nicht bewusst ist. Sicherer und bequemer ist es allemal, die Räder einlagern zu lassen, zumal diese dann gewaschen und gewuchtet werden können. Kein Kfz-Betrieb sollte vergessen, den „Zu-Hause-Lagerern“ entsprechende Angebote zu machen.

Denn der saisonale Räderwechsel bleibt ein wichtiger Kontaktpunkt zwischen Werkstatt und Kunde. Und der Beratungsbedarf beim Thema Reifen steigt. Beispiel Elektromobilität: Im Vergleich zu Reifen von Verbrennern unterliegen die Reifen von E-Fahrzeugen einer anderen Belastung. Diese resultiert aus den hohen Drehmomenten und Gewichten von E-Autos. Es gibt auch zunehmend speziell für E-Autos entwickelte Reifen, die genau darauf ausgelegt sind und zudem einen besonders geringen Rollwiderstand aufweisen, wodurch sich die Reichweite der Fahrzeuge um einige Prozentpunkte erhöht.

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