Bundestagswahl ZDK analysiert Parteiprogramme

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Der Branchenverband ist in Sorge um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes. Wie es mit der Bürokratie und weiteren Belastungen für Arbeitnehmer und Wirtschaft weitergeht, werde sich mit der Bundestagswahl entscheiden. Wie die Parteien das Wohl der Branche im Blick haben.

Am 23. Februar wird gewählt. Welche Parteiprogramme am ehesten eine branchenfreundliche Politik vorsehen, hat der ZDK analysiert.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Am 23. Februar wird gewählt. Welche Parteiprogramme am ehesten eine branchenfreundliche Politik vorsehen, hat der ZDK analysiert.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die kommende Bundestagswahl wird aus Sicht des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) die Weichen stellen, wie sich die Zukunft der Betriebe des Kfz-Gewerbes und ihrer Beschäftigten gestaltet. Der Verband sieht das Land vor einer Richtungsentscheidung, ob sie künftig in einem wirtschaftlich und technologisch starken, und dabei klimafreundlichen und leistungsorientierten Land agieren und leben, oder ob die bürokratischen Belastungen weiter zunehmen und der Autostandort Deutschland geschwächt wird.

Automobilindustrie und Kfz-Gewerbe seien Branchen, die wesentlich von einer politischen Neuausrichtung abhängig sind. Allein im Kfz-Gewerbe haben 470.000 Beschäftigte mit ihren Familien am 23. Februar 2025 die Chance, über die Zukunft ihrer Branche und ihres Arbeitsplatzes mitzuentscheiden. „Diese Richtungswahl entscheidet ganz maßgeblich darüber, ob sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland wieder zum Positiven verändern“, sagt ZDK-Präsident Arne Joswig. „Ganz gleich, ob es um E-Mobilität, Infrastruktur oder den Wirtschaftsfaktor Auto geht, die Programme der demokratischen Parteien bieten eine fundierte Auswahl aller relevanten Themen. Wir appellieren ganz eindringlich an unsere Mitglieder, sich der Bedeutung der Bundestagswahl und ihrer persönlichen Entscheidung bewusst zu sein.“

Die für das Kfz-Gewerbe zentralen verkehrspolitischen Forderungen zur Bundestagswahl werden aus ZDK-Sicht am ehesten von CDU/CSU und FDP gespiegelt. Zu diesen gehört der Ausbau der Ladeinfrastruktur im Bereich E-Mobilität, keine Verschärfung der EU-Flottengrenzwerte, Technologieoffenheit und die Gleichstellung von E-Mobilität, Wasserstoff und klimaneutralen Kraftstoffen.

Auch mit der SPD gebe es Überschneidungen, wie beispielsweise die Förderung alternativer Antriebe wie E-Fuels, Förderung von E-Fahrzeugen, die Einführung einer EU-weiten Schnellladesäulen-Offensive sowie Investitionen in Schienen, Straße und Wasserwege.

Dagegen sieht der Verband die Partei Bündnis 90/Die Grünen nach wie vor auf Kriegsfuß stehen mit der individuellen motorisierten Mobilität. Das zeigten Forderungen zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs. Ein großes Fragezeichen klafft zudem bei der Bezahlbarkeit ihrer Vorschläge, denn E-Mobilität soll ganz ohne Anreiz gelingen. Das heißt konkret, dass hier auf Verteuerung und Einschränkung der individuellen Mobilität gesetzt wird. Die Nutzung alternativer Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren habe die Partei gänzlich ausgeklammert.

Vernünftige Verkehrspolitik

„Die Belange unserer mittelständischen Betriebe und damit auch ihre Wettbewerbsfähigkeit müssen endlich wieder in den Fokus der Politik rücken“, so Joswig. „Wir geben unsere Stimme einer Verkehrspolitik, die diesen Namen auch verdient. Vernunft und Verlässlichkeit sind die entscheidenden Grundlagen dafür. Deutschland muss technologisch und wirtschaftlich wieder zu den Spitzenreitern der Automobilbranche gehören.“

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