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Beide Seiten profitieren von dem System
Aus Sicht des ZDK bietet die Einführung eines Restmargenmodells überzeugende Vorteile. Es basiert auf objektiv messbaren Zahlen und funktioniert in einem Händlersystem. Zudem belässt es die Preisautonomie beim Handel. Ganz wesentlich ist, dass es nicht nachlassfördernd wirkt. Denn der Händler kann das Jahresergebnis des Netzes nicht abschätzen, wenn er mit seinem Kunden über Nachlässe verhandelt. Außerdem profitiert ein Händler umso mehr von dem System, je weniger Rabatte er im Vergleich zum restlichen Netz gibt. Fromme erklärt: „Bei realistischer Planung der Werte ist in diesem System keine Ausgleichszahlung nötig, und es ermöglicht den Händlern gleichzeitig, die Zielrendite zu erreichen.“
Das Restmargenmodell bedarf nur eines relativ geringen Verwaltungsaufwands und schafft ein höheres Problembewusstsein bei den Herstellern, da sie die Auswirkungen für ihre Vertriebsentscheidungen unmittelbar tragen müssen. „Drückt der Hersteller – über welche Vertriebskanäle auch immer – mehr Fahrzeuge in den Markt, als dieser aufnehmen kann, so wirkt sich dieses Verhalten direkt negativ auf die Marktwerte aus. Dadurch muss der Hersteller wiederum einen höheren Ausgleich an das Netz zahlen“, erläutert Fromme.
Der ZDK hat Musterkalkulationen erstellt, die die Händlerverbände für ihre jeweiligen Fabrikate anwenden können. Damit sollen diese nun in den nächten Wochen und Monaten die Gespräche mit ihren Herstellern aufnehmen, damit das neue Geschäftmodell mit Leben erfüllt wird.
Woltermann verdeutlicht: „Hierüber werden wir mit den Herstellern sprechen, schließlich sind die Gegebenheiten bei jedem Fabrikat unterschiedlich. Beide Seiten müssen sich gemeinsam an einen Tisch setzen, damit wir betriebswirtschaftlich gesehen zukunftsfähige und professionelle Autohäuser bekommen.“?
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