ZF Das autonome Shuttle bleibt ein Traum

Von Sven Prawitz 2 min Lesedauer

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ZF Friedrichshafen kassiert sein Ziel, selbstfahrende Shuttles zu bauen. Künftig will der Zulieferer Entwicklungsdienstleistungen und Sub-Systeme für das automatisierte Fahren anbieten.

ZF steigt aus der Entwicklung und dem Bau kompletter Shuttles aus.(Bild:  ZF Group)
ZF steigt aus der Entwicklung und dem Bau kompletter Shuttles aus.
(Bild: ZF Group)

ZF ändert sein Geschäftsmodell für das weltweite Shuttle-Geschäft und konzentriert sich künftig auf seine Rolle als Anbieter von Technik für das hochautomatisierte Fahren. Wie der Zulieferer weiter mitteilt, werde das Ziel, komplette autonome Transportsysteme einschließlich Shuttles und deren Flottenmanagement anzubieten, nicht weiter verfolgt. Künftig wolle sich das Unternehmen als Anbieter für autonome Fahrtechnik positionieren.

Die hohen Investitionen seien nicht mehr gerechtfertigt, teilt ZF mit. Der Markt für autonome Shuttles entwickle sich langsamer als erwartet. Zudem müsse der Zulieferer strikt Kosten reduzieren. Der Konzern muss nach diversen Übernahmen hohe Schulden abbauen und zudem massiv in elektrische Antriebstechnik investieren. Wie das „Manager Magazin“ berichtet, hätte das Unternehmen noch eine Milliarde Euro in die Shuttle-Sparte investieren müssen, bevor sich das Geschäft gelohnt hätte.

Künftig Komponenten und Software

Künftig wird es von ZF demnach Komponenten und Software für Assistenzsysteme, hochautomatisierte Fahrfunktionen sowie Technik für den Bau von autonomen Transportsystemen geben. Eine klassische Position eines Zulieferers. Bestehende Partnerschaften und Projekte in Zusammenhang mit dem bestehenden Shuttle „GRT“ mit dem Tochterunternehmen „2getthere“ würden fortgeführt. Mit der Neuausrichtung weg von kompletten Shuttles will sich ZF „auf seine Kerntechnologien fokussieren und Kunden im Pkw-, Nutzfahrzeug- und Industriebereich bedienen“. ZF bleibe damit ein starker Impulsgeber für die Mobilität der nächsten Generation.

Bereits im Sommer 2022 hat das „Manager Magazin“ berichtet, die Shuttle-Sparte stünde zum Verkauf. Damals wurde das von ZF-Managern heftig dementiert: Es würde ein Investor gesucht ein Komplettverkauf sei keine Option – ähnlich wie bei den Fahrwerksystemen mit Foxconn. Nun hat der Konzernvorstand entschieden, den Unternehmensbereich einzustellen. Offenbar konnten dafür keine Partner gefunden werden.

Laufende Projekte werden fortgesetzt

Das aktuelle Shuttle-Modell ist in Projekten wie in Rotterdam im Einsatz und soll wie vereinbart vom US-Lizenzpartner Oceaneering produziert und vertrieben werde. Projekte wie „RABus“ zur Erforschung des automatisierten Busbetriebs in Mannheim und Friedrichshafen seien wichtig für das neue Geschäftsmodell und sollen ebenfalls umgesetzt werden.

ZF wird auch seine Aftermarket-Aktivitäten für autonome Fahrzeugflotten beibehalten und bietet Dienstleistungen an: Wartung, Reparatur und Training. Für den Service können die Kunden weiter auf das weltweite Netzwerk mit 20.000 Werkstattpartnern zurückgreifen.

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