ADAC: Smart und Twingo sind Rußschleudern

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Wenn sich zeigt, dass nicht nur Direkteinspritzer, sondern auch konventionelle Benziner Probleme mit der Rußemission haben, dann dürfte sich die Automobilindustrie auch bei diesen Motoren gezwungen sehen, Partikelfilter einzubauen.

Vier-Wege-Kat von BASF löst das Partikelproblem

Ein interessantes Abgasnachbehandlungssystem für moderne Ottos hat BASF vorgestellt: den Vier-Wege-Katalysator. Er entfernt neben Kohlenmonoxid (CO), Stickoxiden (NOx) und Kohlenwasserstoffen (HC) auch Partikel aus dem Abgas.

Basis ist ein Keramikmonolith mit geschlossenen Kanälen – wie bei einem Partikelfilter. Den BASF-Entwicklern ist es gelungen, die porösen Innenwände des Monolithen mit katalytisch wirksamem Material zu beschichten. Dadurch bildet sich eine große Oberfläche mit einer hohen Katalysatoraktivität, und das bei einer deutlich geringeren Edelmetallmenge. Die poröse Monolithwand stellt aber auch einen Filter für die Rußpartikel dar: Die Teilchen bleiben dort hängen und werden bei hohen Temperaturen und mithilfe der katalytischen Beschichtung zu Kohlendioxid verbrannt.

Leichter und mit weniger Abgasgegendruck

Insgesamt baut der Vier-Wege-Kat deutlich kompakter und leichter als eine Kombination aus Drei-Wege-Kat und Partikelfilter und baut auch einen geringeren Abgasgegendruck auf, heißt es bei dem Unternehmen. Im April 2013 wurde das neue System den Autoherstellern vorgestellt und befindet sich laut BASF bei vielen Kunden mittlerweile in der Entwicklungs- und Testphase.

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