Antriebstechnik: Der Trend geht zum Rightsizing

Autor: Jan Rosenow

Traditionell versammelt sich im Frühjahr die Elite der Motorenentwickler in Wien, um die Zukunft der Antriebstechnik zu diskutieren. Einer der Trends: Auf das Downsizing folgt nun das Rightsizing.

Weltpremiere beim Wiener Motorensymposium feierte das neue Hocheffizienz-Triebwerk von Audi mit zwei Litern Hubraum und 140 kW/190 PS (vollständiges Bild in der Bildergalerie).
Weltpremiere beim Wiener Motorensymposium feierte das neue Hocheffizienz-Triebwerk von Audi mit zwei Litern Hubraum und 140 kW/190 PS (vollständiges Bild in der Bildergalerie).
(Foto: Audi)

Der Volkswagen-Konzern war der Pionier beim sogenannten Downsizing: Bereits seit gut zehn Jahren gibt es aus Wolfsburg Ottomotoren, die mit Turboaufladung und Direkteinspritzung ihren kleinen Hubraum ausgleichen und weniger Sprit verbrauchen als leistungsgleiche, aber größere Saugmotoren. Mittlerweile setzt praktisch die gesamte europäische Automobilindustrie auf diese Motorenbauweise.

Die Folge: Der Hubraum hat seinen bestimmenden Einfluss auf die Motoreigenschaften eingebüßt. Durch Manipulationen an der Lade- und Einspritztechnik lassen sich aus einem gegebenen Hubraum nahezu beliebige Drehmoment- und Leistungsvarianten erzeugen. Wie weit das gehen kann, zeigte wieder einmal Volkswagen auf dem Wiener Motorensymposium im Mai 2015. Auf der Veranstaltung stellen traditionell viele Automobilhersteller und Zulieferer ihre neuesten Motorenentwicklungen vor.

Über den Autor

 Jan Rosenow

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Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group