Audi A6 Avant: Design schlägt Nutzwert

Marktstart im Sommer

| Autor: sp-x

Der A6 Avant startet ab dem Sommer zu Preisen von rund 46.500 Euro.
Der A6 Avant startet ab dem Sommer zu Preisen von rund 46.500 Euro. (Bild: Audi)

Anfang März hat die neue Audi A6 Limousine ihren Einstand auf dem Genfer Autosalon gegeben und noch ehe die ersten Fahrzeuge überhaupt auf die Straße kommen, reicht der Hersteller jetzt den Kombi nach. Der heißt wie jeher Avant, und legt noch mehr Wert als bisher darauf, ein schöner Kombi zu sein: Statt mehr Ladevolumen bekommt die Neuauflage, die ab Sommer erhältlich sein wird, eine schnittigere Silhouette. Die Preise dürften bei rund 46.500 Euro starten – und wie gehabt gut 2.500 Euro über denen der Limousine liegen.

Dass sich der Avant den Vorderbau mit der Limousine teilt, ist keine Überraschung, erst ab der Hälfte des 4,94 Meter langen Kombis waren die Designer gefragt: Statt den Nutzwert zu maximieren und einen Lademeister nach Vorbild alter, schwedischer Kasten-Kombis zu bauen, legte das Team um Marc Lichte bei der intern C8 genannten A6-Generation allerdings Wert auf eine flache, schnittige Dachlinie.

Die D-Säule steht deutlich schräger als beim Vorgänger und mit ihr natürlich die Heckscheibe, was den Kombi noch mal ein gutes Stück dynamischer wirken lässt. Interessant: Obwohl sich das Avant-Heck grundlegend von dem der Limousine unterscheidet, sind die Rückleuchten identisch.

Zwar ist das Ladevolumen durch den flotten Schnitt nicht größer geworden, Einbußen gibt es dafür aber auch nicht: Mit 565 bis 1.680 Litern schluckt der Kombi-A6 genau so viel wie sein Vorgänger. Dass Praktikabilität nicht ganz oben im Lastenheft stand, sieht man an anderer Stelle. Die Rückbank lässt sich – dreifach geteilt – vom Gepäckraum aus umklappen, eine brettebene Ladefläche entsteht allerdings nicht; zwar bildet sich keine Stufe, aber der Boden steigt wegen der nicht wegzuklappenden Sitzfläche leicht an.

Lifestyle schlägt Ladefläche

Auch die maximale Ladelänge ist, will man nicht die Mittelarmlehne bepacken, auf 1,90 Metern beschränkt, anders als bei manch anderem Kombi lässt sich der Beifahrersitz nämlich nicht nach vorne falten. Und: Gerade bei den sperrigen Transport-Klassikern wie Kühlschrank oder Waschmaschine könnte wegen der schrägeren Scheibe zukünftig der ein oder andere Millimeter fehlen.

Küchengeräte aber, so ist aus Audi-Kreisen zu hören, lasse man sich heutzutage doch sowieso liefern und dem Lifestyle-Anspruch von Golfern, Reitern oder Skifahren wird das neue, flachere Heck auf jeden Fall gerecht. Zumal die Passagiere im Fond keine Einschränkungen befürchten müssen: Anders als bei vielen „coupéartigen Dachlinien“ haben die Avant-Verantwortlichen peinlichst darauf geachtet, die Höhe bis hinter die Köpfe der Rückbänkler gleich zu halten und erst dann den Abschwung einzuleiten. Mehr noch: Gegenüber dem Vorgänger haben die hinten Sitzenden sogar 1,4 Zentimeter mehr Kopffreiheit und auch für die Beine ist etwas mehr Platz als bisher.

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