Audi streicht dem überarbeiteten TT den Diesel

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Jener TTS mit seinen 306 PS stand nun auch zu einer ersten Probefahrt bereit. Damit ist der nur zwei Liter große Vierzylinder-Turbo sogar um vier PS schwächer geworden, als er vor der Modellpflege war, dafür haben die Ingenieure das Drehmoment von 380 auf 400 Newtonmeter angehoben, was zu einer immerhin messbaren Belebung führt: Das Auto sprintet jetzt in 4,5 statt 4,6 Sekunden von null auf Tempo 100. Nach oben hin haben die Ingenieure den TT bei 250 km/h abgeriegelt.

Man würde lügen, wenn man behauptete, das auf einer Probefahrt zu bemerken, aber es gibt doch ein gutes Gefühl, wenn die Überarbeitungen um die Mitte der Modell-Laufzeit leichte Verbesserungen zeitigen. Änderungen, die man im Audi TTS auch sehen und erleben kann, sind das dreidimensionale Schutzgitter am markentypischen Singleframe-Grill, das neue Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (bisher sechs Gänge) und die Sportanzeige im virtuellen Cockpit.

Audi TT: Es hat sich ausgedieselt
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Wenn der Beifahrer sich bei schneller Kurvenfahrt unwohl fühlen sollte, kann er sich das durch einen schrägen Blick hinters Lenkrad nun auch offiziell bestätigen lassen. Dort erscheint ein weiteres Digitalinstrument, das Beschleunigungs-, Verzögerungs- und natürlich auch Fliehkräfte anzeigt. Wenn der Fahrer so fährt, dass diese Kräfte nennenswert werden, wird er selbst allerdings kaum Gelegenheit haben nachzusehen, welche Werte sie erreichen, denn er muss den Blick auf der Straße behalten.

Zum Beispiel auf dem Snaefell Mountain Course. Hier auf der Isle of Man wird einmal im Jahr die legendäre Tourist Trophy ausgetragen, der NSU TT und Audi TT ihre Namen verdanken. Zwar treten auf der Insel in der irischen See nur Motorräder an im Kampf gegen die Uhr (immerhin NSU-Zweiräder haben hier schon gewonnen), doch der Name steht trotzdem ganz allgemein für sportliches Fahren auf Höchstniveau – denn die Rennstrecke ist gar keine Rennstrecke, sondern besteht aus normalen Land- und sogar Stadtstraßen, die einmal im Jahr gesperrt werden.

TTS-Fahren kann ein Erlebnis sein

Für den TTS-Test war ein kurzer Abschnitt vom Gegenverkehr befreit worden, und nun konnte sich zeigen, was ein kompakter Sportwagen zu leisten imstande ist, wenn man ihn von der Leine lässt. Wobei man auf der Insel nicht mal ein schlechtes Gewissen haben muss, mit 150 und mehr Stundenkilometern über die Landstraße zu sausen: Es gibt hier außerhalb der Städte kein Tempolimit.

Der TTS macht jedenfalls in diesem Sportwagen-Paradies eine bemerkenswert gute Figur. Serienmäßig mit Allradantrieb ausgerüstet und um einen Zentimeter tiefer liegend als die Standard-TT-Modelle, hält das Topmodell mit seinen 19-Zoll-Rädern besonders guten Kontakt zur Straße. Beeindruckend, wie der TTS bei wirklich schneller Kurvenfahrt über eine eher bucklige Piste die gegenläufigen Aufgaben des Spurhaltens und des Federns/Dämpfens beherrscht. Nie kommt gefährliche Unruhe ins Auto, die angenehm leichtgängige Lenkung weiß, was sie tut, und die Reifen kleben geradezu am Boden. TTS-Fahren kann ein Erlebnis sein.

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