Die Händler kritisieren, dass VW und Audi nicht von ihren Absatzzielen abrücken, sondern diese sogar im Gegenteil teilweise noch erhöhen. Der Druck der Hersteller bezüglich der Absatzziele und der strategischen Ausrichtung hat sich aufgrund der aktuellen Betrugsaffäre überhaupt nicht verändert.
In Bezug auf Jahresziele, sowohl im Service als auch im Handel, vertreten wir eine klare Meinung. Diese habe ich auf unserer Partnerveranstaltung am 5.11.2015 in Mainz deutlich zum Ausdruck gebracht: Wir halten es für richtig, die Jahresziele in Bezug auf die Fahrzeugstückzahlen und veranschlagten Werkstattstunden zu halten. Zu Recht stellt sich aber dann die Frage, was passiert, falls sich der Markt verändert. Dazu haben wir mit den Marken Volkswagen PKW und Audi vereinbart, dass wir uns nach dem ersten Quartal 2016 zusammensetzen, um zu prüfen ob Anpassungen notwendig sind. Wenn sie es werden, wird auch darauf reagiert werden.
Sie sprechen die Partnerveranstaltung in Mainz an. Auch hier gibt es Enttäuschung bezüglich der Fragen an die Vertriebsleitung von Volkswagen Pkw im Markt Deutschland.
Bei dieser Veranstaltung haben wir im Vorfeld dafür gesorgt, dass Herr Zahn und seine Mitarbeiter im Anschluss für ausführliche und direkte Fragen, Anregungen und Forderungen aller Teilnehmer zur Verfügung stehen. Über diese Begegnungsmöglichkeit hat der Sprecher des Beirates VW Pkw, Egbert Gogolin, die Teilnehmer in seinem Bericht informiert. An dieser Stelle gilt ihm ausdrücklich unser herzlicher Dank, nicht nur für diese Organisation, sondern für seine gesamte geleistete hervorragende Arbeit. Seinem Einsatz und dem Einsatz seiner Mitstreiter aus dem Beirat VW Pkw haben wir wesentliche bisher erreichte Ergebnisse zu verdanken. Allerdings haben von diesem Angebot nur wenige Partner Gebrauch gemacht.
Hat der Verband versucht, Kontakt mit dem neuen Vorstandsvorsitzenden Herrn Müller aufzunehmen?
Ja, wir haben Herrn Müller Eindrücke aus der Organisation geschildert und auch versucht, ihn zu unserer Verbandsveranstaltung in Mainz einzuladen. Da dies aus Termingründen nicht geklappt hat, gab es im Anschluss eine konstruktive gemeinsame Gesprächsrunde mit dem Vorsitzenden des Markenvorstands VW PKW, Herrn Dr. Diess und dem Vertriebsvorstand der Marke VW PKW, Herrn Stackmann. Für Audi hatte sich bereits im Vorfeld der Vorstandsvorsitzende, Herr Prof. Stadler persönlich an die Händler gewandt.
Nach wie vor kann nicht abgeschätzt werden, wie sich die Restwerte der von der Abgasmanipulation betroffenen Fahrzeuge entwickeln. Welche Sicht hat der Verband darauf?
Zunächst bleibt festzuhalten, dass wir bis jetzt keine Auswirkungen auf die Restwerte beobachten können. Dies ist auch aktuell durch die DAT bestätigt worden. Dennoch müssen wir unbedingt schadenfrei gehalten werden. Dazu gehört unter anderem auch die juristische Bewertung der Möglichkeit für den rücknehmenden Händler, ob er ein Fahrzeug nach Auslauf des Leasing- oder Finanzierungsvertrags zurückkauft oder nicht. Dieser Rückkauf von finanzierten und geleasten Fahrzeugen, die der jeweilige Händler vermittelt hat, erfolgt schließlich „unter Ausschluss jeder Gewährleistung“. Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass im Falle einer Anfechtung wegen arglistiger Täuschung die Rückkaufverpflichtung entfallen muss. Daneben haben wir intelligente Restwertabsicherungsmodelle mit den Marken etabliert. Diese passen sich an Marktveränderungen an. Wir werden aber hier weiter sehr genau hinschauen.
Die FSAG plant nach wie vor eine Anpassung der Abrechnungssätze im Falle „Wartung und Inspektion“ nach unten vorzunehmen. Was unternimmt der Partnerverband in diesem Thema?
Den Vorschlag der FS AG zu neuen Stundenverrechnungssatzvereinbarungen hat der Verband abgelehnt. Wir wollen so schnell wie möglich einen neuen Gesprächstermin vereinbaren, um eine für beide Seiten tragfähige Lösung zu vereinbaren.
Entsprechende Kritik bezieht sich auch auf die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge, die für das künftige Servicenetz Vorstellungen entwickelt hat, die aus Sicht der Servicepartner unmöglich umgesetzt werden können.
Die in vielen Verhandlungen mit der Marke Nutzfahrzeuge gefundenen Lösungen zur Serviceprofessionalisierung, zu den Sonderaufbauten im Einrechnungssystem sowie zu den Standards für Nutzfahrzeugarbeitsplätze stellen in Summe einen guten Kompromiss dar. Die Standards der Arbeitsplätze sind im Vergleich zu den seit 2003 geltenden Vorgaben bis auf ein Detail identisch oder niedriger. Die höheren Anforderungen des „Service Plus“-Vertrages sind für jeden Partner absolut freiwillig.
Man hört immer wieder von Bestrebungen, dass die Servicepartner des Volkswagen-Konzerns einen eigenen Service-Partnerverband gründen wollen, da sie ihre Belange nicht ausreichend vertreten sehen.
Alle After Sales-Themen, die sehr vielschichtig sind, werden vom Verband nicht getrennt nach der Vertragsform Händler oder Servicepartner verhandelt. Jeder Händler hat schließlich einen Servicevertrag, der dem der Servicepartner gleichlautend ist. Zu der verständlichen Forderung, sich auch für die Belange der Servicepartner einzusetzen, planen wir eine Großveranstaltung des Verbandes im Februar 2016, zugeschnitten genau auf die aktuellen Fragen. Bereits im September ist es uns zudem gelungen, gemeinsam mit der VW Bank ein neues Vergütungs- und Kooperationsmodell für die Servicepartner auf die Beine zu stellen.
Ein Schlusswort?
Es wird noch eine Fülle an Gesprächsthemen und offenen Details geben. Wesentlich aber ist: Für alle Probleme, die infolge von Abgasmanipulationen entstanden sind, sowie für alle daraus resultierenden Kosten und Schäden für unsere Betriebe muss der Konzern aufkommen. Und vor allem braucht die Organisation Maßnahmen, um unser Geschäft auf dem gewohnt hohen Niveau fortführen zu können.“
Stand: 08.12.2025
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