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Audi: Wortmann wird Vertriebschefin

Autor: Christoph Seyerlein

Im Audi-Vorstand wird künftig auch eine Frau vertreten sein. Hildegard Wortmann übernimmt die Verantwortung für Vertrieb und Marketing der Ingolstädter. Die erfahrene Automanagerin kommt von der direkten Konkurrenz.

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(Bild: BMW)

Was sich zuletzt bereits abgezeichnet hatte, ist nun offiziell: Ex-BMW-Topmanagerin Hildegard Wortmann steigt beim Konkurrenten Audi im Vorstand ein und wird damit die erste Frau in der Geschichte im Führungsgremium des Autobauers. Wie die Ingolstädter am Dienstag mitteilten, übernimmt die 52-Jährige spätestens zum 1. Juli 2019 die Verantwortung für Vertrieb und Marketing. Ein früherer Einstieg wäre wohl nur möglich, wenn BMW die Wettbewerbsklausel aus Wortmanns bisherigem Vertrag streichen sollte.

Bei Audi folgt Wortmann auf Bram Schot. Dieser hat mittlerweile den Vorsitz des Audi-Vorstands übernommen und leitet derzeit noch das Vertriebs- und Marketingressort in Personalunion. Schot sagte, dass Wortmann bei der Transformation der Marke „eine entscheidende Rolle“ zukomme.

Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Audi-Konzernmutter Volkswagen und Aufsichtsratschef der Ingolstädter, bezeichnete Wortmann als „die ideale Managerin“, um einen der größten Geschäftsbereiche im Unternehmen neu auszurichten. Audi-Betriebsratschef Peter Mosch, der mit den Managern des Herstellers zuletzt nicht immer auf einer Linie gelegen hatte, sagte: „Wir begrüßen Hildegard Wortmanns Berufung in den Audi-Vorstand ausdrücklich und erwarten von ihr viel frischen Wind, um unsere Marke nachhaltig zu schärfen.“

Wortmann war 1998 bei BMW eingestiegen und hatte eine steile Karriere bis hin zur Leitung der Kernmarke hingelegt. Lange galt sie als potenzielle Nachfolgerin für Peter Schwarzenbauer, der im Vorstand unter anderem Mini verantwortet, in absehbarer Zeit aus Altersgründen aber ausscheiden wird. Wortmanns Ernennung zur Leiterin der Vertriebsregion Asien-Pazifik ohne den wichtigsten Markt China im Jahr 2017 werteten viele Branchenkenner allerdings als Karriere-Knick.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«