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Auto Scholz feiert doppeltes Jubiläum

Autor / Redakteur: Joachim von Maltzan / Joachim von Maltzan

Die Bamberger Unternehmensgruppe feiert ihr 125-jähriges Firmenjubiläum und gleichzeitig 115 Jahre Daimler-Vertrag.

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Die Hauptverwaltung der Auto-Scholz-Gruppe in Bamberg.
Die Hauptverwaltung der Auto-Scholz-Gruppe in Bamberg.
(Bild: Linus Lintner Fotografie)

Die Bamberger Auto-Scholz-Gruppe feiert in diesem Jahr ein Doppeljubiläum: Das Unternehmen, das heute zu den 50 größten Automobilhandelsgruppen in Deutschland gehört, ist mit 115 Jahren weltweit der zweitälteste Mercedes-Benz-Vertreter und kann zudem auf eine 125-jährige Firmengeschichte zurückblicken. Geprägt hat die Gruppe eine Reihe von Unternehmerpersönlichkeiten: angefangen bei dem Unternehmensgründer Hermann Scholz über Michael und Claire Eidenmüller (Letztere führte das Unternehmen im Zweiten Weltkrieg allein), Prof. Dr. Günter Eidenmüller, bis hin zum heutigen Inhaber und Geschäftsführer Michael Eidenmüller, der das Unternehmen seit 1992 führt. Sie bauten das Unternehmen sukzessive auf und legten den Grundstein für den heutigen Expansionskurs.

1904 unterschrieb Hermann Scholz den ersten Liefervertrag mit Carl Benz.
1904 unterschrieb Hermann Scholz den ersten Liefervertrag mit Carl Benz.
(Bild: Auto Scholz)

Hermann Scholz gründete das Unternehmen 1894 in Liegnitz in Schlesien. Er schloss bereits 1904 einen Automobilliefervertrag mit Carl Benz ab.

Nachdem im Zweiten Weltkrieg der gesamte Betrieb zerstört wurde und die Familie Eidenmüller 1946 in Bamberg ihre neue Heimat fand, wurde die Firma neu aufgebaut – zunächst mit einem kleinen Reparaturbetrieb. Im Jahr 1956 entstand nach der Übernahme der ehemaligen Betriebsräume des früheren Daimler-Vertreters Dörnberger der erste moderne Betrieb in der Luisenstraße in Bamberg. Doch schon bald waren die Räumlichkeiten zu eng, und 1964 eröffnete Auto Scholz den ersten Bauabschnitt in der Kärntenstrasse in Bamberg.

Steter Expansionskurs

Mit der Eröffnung des ersten Zweigbetriebs 1965 in Forchheim begann der Expansionskurs des Unternehmens. Es folgten später weitere Zweigbetriebe, z. B. 1981 in Höchstadt. Nach der Grenzöffnung wurde Auto Scholz auch in den neuen Bundesländern aktiv und übernahm im Jahr 1992 die Mercedes-Vertretungen in Gera mit Altenburg sowie Jena mit Hermsdorf. Dem zügigen Ausbau sowie der Erweiterung aller Geschäftsfelder folgten Neuinvestitionen an allen Standorten. 1995 baute Auto Scholz einen komplett neuen Betrieb in Gera und eröffnete kurz darauf zwei weitere Betriebe in Eisenberg und Schmölln.

Mit der Übernahme der Firmen Scheuerecker in Bayreuth und Dörnhöfer und des Nutzfahrzeug-Kompetenzzentrums Gemeinder in Kulmbach wurde Auto-Scholz im Jahr 2000/2001 zum größten Automobilhandelsunternehmen in der Region. Im gleichen Jahr eröffnete es an den Standorten Bamberg und Bayreuth zwei Smart-Center sowie das Lack- und Karosseriezentrum LaKaZe in Bamberg.

Heute betreibt die Gruppe an insgesamt 15 Standorten Autohäuser für die Marken Mercedes-Benz und Smart, drei Porsche-Zentren und zwei Volkswagen-Betriebe. 2018 vermarktete das Unternehmen rund 12.323 neue und gebrauchte Pkws und Nutzfahrzeuge, verzeichnete circa 150.000 Fahrzeugdurchläufe für Wartungs- und Reparaturleistungen und erwirtschaftete über alle Marken hinweg einen Gesamtumsatz von 535 Millionen Euro.

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