Nach Insolvenz Autohaus Fischer übernimmt Teile der BEK Autogruppe

Autor: Viktoria Hahn

Die Zukunft des insolventen VW-Konzernhändlers BEK ist trotz des aktuell schwierigen wirtschaftlichen Umfelds zumindest teilweise geklärt: Künftig gehören drei BEK-Standorte dem Jenaer Autohaus Fischer. Für die verbleibenden Betriebe läuft die Investorensuche weiter.

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Am 1. Januar wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen der BEK Autogruppe GmbH eröffnet. Nun gibt es einen neuen Eigentümer für drei der Standorte des Geraer Händlers.
Am 1. Januar wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen der BEK Autogruppe GmbH eröffnet. Nun gibt es einen neuen Eigentümer für drei der Standorte des Geraer Händlers.
(Foto: Wehner)

Die Zukunft der BEK Autogruppe ist teilweise geklärt: Das Autohaus Fischer hat mit Wirkung zum 1. Februar die Standorte Gera, Triptis und Oettersdorf des insolventen VW-Konzernhändlers aus Gera gekauft. Wie der Insolvenzverwalter Rolf Rombach nun in einer Pressemitteilung mitteilte, sichert der neue Eigentümer aus Jena mit der Übernahme 120 der insgesamt 150 betroffenen Arbeitsplätze an den sieben BEK-Standorten.

„Ich bin froh, dass es gelungen ist, durch die jetzt gefundene Lösung Arbeitsplätze in Thüringen zu erhalten“, kommentiert Rombach die Übernahme. Der Verkaufsprozess habe unter zeitlichem Druck gestanden und sei nicht zuletzt mit Blick auf die aktuelle Corona-Lage ein Erfolg. Alle Beteiligten, darunter auch die Hersteller der Marken VW, VW Nutzfahrzeuge, Audi und Skoda, hätten den Verkaufsprozess konstruktiv begleitet und professionell gestaltet, heißt es weiter in der Mitteilung.

Übernahme als langfristige Investition und Neustart

Das Engagement an den drei neuen Standorten sei eine langfristige Investition für das Autohaus Fischer, erklärten die geschäftsführenden Gesellschafter Rolf und Holger Fischer. Man wolle mit dem Kauf – gemeinsam mit den Mitarbeitern der übernommenen Betriebe – einen Neustart schaffen.

Das Amtsgericht Gera hatte am 10. November des vergangenen Jahres das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der BEK Autogruppe GmbH angeordnet. Am 1. Januar 2021 wurde das Verfahren eröffnet und Rolf Rombach zum Insolvenzverwalter bestellt.

Die weiteren BEK-Standorte in Bad Lobenstein, Schleiz und Pössneck führt der Rechtsanwalt und Sanierungsexperte Rombach bis auf Weiteres fort. Für diese Betriebe sollen jedoch auch bereits Gespräche mit Interessenten laufen.

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Volontärin des Newsdesk von »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG