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Autohaus Pickel betreut Fremdfabrikate

| Redakteur: Norbert Rubbel

Mit neuer Reifenhalle, der Felgeninstandsetzung und dem Karosserie- und Lackzentrum öffnet sich der Mercedes-Benz-Betrieb für alle Fahrzeugmarken. Den Einstieg in den Mehrmarkenservice belohnte die Jury des Service Awards mit dem ersten Platz.

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Das Autohaus Pickel in Erlangen belegte beim Service-Award 2016 den ersten Platz.
Das Autohaus Pickel in Erlangen belegte beim Service-Award 2016 den ersten Platz.
(Bild: Rubbel)

Die Servicestrategie des Autohauses Pickel in Erlangen – „Kunden gewinnen – Kunden binden – Kunden begeistern“ – hört sich im ersten Moment eher simpel an. Sie ist es aber nicht – im Gegenteil. Die Unternehmensziele der Geschäftsführung und des rund 70-köpfigen Serviceteams sind eine permanente Herausforderung – und das seit mehr als acht Jahrzehnten in der Geschichte des Familienunternehmens. „In den letzten Jahren haben wir unser Leistungsspektrum kontinuierlich weiterentwickelt und ausgebaut“, erläutert Inhaber Michael Pickel.

Besonders stolz ist er auf die neue Reifenhalle und „Felgenklinik“ sowie auf das Karosserie-, Lack- und Autoglaszentrum. Mit neuen Geschäftsfeldern und überarbeiteten Serviceangeboten möchte sich der Mercedes-Benz-Partner nicht nur von seinen Wettbewerbern differenzieren. Er will auch Autofahrer mit Fremdfabrikaten für sein Unternehmen gewinnen. „Mercedes-Benz und Smart bleiben selbstverständlich unsere Kernmarken“, betont Geschäftsführer Frank Minnich.

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Dass die Kunden nicht nur die edlen Produkte von Daimler sehr schätzen, sondern auch die Serviceleistungen des Erlangener Autohauses, dokumentieren die hohen Kundenzufriedenheitswerte (989 von 1.000 Punkten im 1. Quartal 2016) und die zahlreichen Auszeichnungen des Autokonzerns. Prädikate und erste Plätze bei Testkäufen sind zwar gut für das Marketing und die Imagepflege. Sie haben aber keinen Einfluss auf die insgesamt rückläufigen Wartungs- und Reparaturarbeiten in einem wettbewerbsintensiven Servicemarkt.

Ertragssicherung mit überfabrikatlichen Angeboten

Um dem wachsenden Druck auf die Serviceerträge standzuhalten, konzipierte die Geschäftsführung gemeinsam mit den verantwortlichen Mitarbeitern sogenannte Vorwärtsstrategien. Dazu zählen beispielsweise die Mitarbeiterqualifikation, zielgruppenorientierte Servicemarketingkonzepte und Loyalitätsprogramme. „Dadurch ist es uns in den letzten Jahren gelungen, die Anzahl der Fahrzeugdurchläufe im Service nahezu konstant zu halten“, erklärt Frank Minnich.

Neue Kundenbindungsinstrumente wie die Kundenkarte und Garantieverlängerungen sowie der aktive Verkauf von Serviceverträgen und überfabrikatliche Werkstattangebote sollen die Erträge auch in Zukunft sichern.

Mit dem Bau einer separaten Reifenhalle im August 2015 hat das Autohaus Pickel sein Rädergeschäft professionalisiert. Zum neuen Geschäftsbereich zählen

  • das Räderhotel mit integrierter Werkstatt,
  • die Felgeninstandsetzung nach dem „Wheel-Doctor“-Verfahren und
  • die Online-Terminvereinbarung für Reifen- und Räderkunden.
Service Award 2016: Sieg mit breitem Leistungsspektrum
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Mit dem eigenständigen Geschäftsfeld konnte das Unternehmen seinen kompletten Serviceprozess im Reifengeschäft verschlanken und effizienter gestalten. Das bedeutet, dass die Wartezeiten der Kunden bei den hektischen Boxenstopps im Frühjahr und Herbst drastisch reduziert wurden.

Die Einlagerung der Kundenräder an verschiedenen Standorten wie in Containern oder im Keller und Ersatzteillager gehört der Vergangenheit an. „Die langen Suchvorgänge waren übel. Das Reifengeschäft blockierte in den Wechselzeiten unsere Arbeitsplätze in der Werkstatt“, erinnert sich der Geschäftsführer nur ungern.

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