Koch AG Berlin Autokauf im Südsee- oder Hüttenflair

Von Julia Mauritz 4 min Lesedauer

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Das Gebrauchtwagengeschäft der Berliner Koch-Gruppe wächst seit vier Jahren prozentual zweistellig: Gelungen ist das mit jeder Menge prozessualer Arbeit, einer dreigliedrigen Gebrauchtwagenstrategie und einem Kundenerlebnis-Konzept, das deutschlandweit einmalig sein dürfte.

Der Koch-Gebrauchtwagen-Store in Hohenschönhausen.(Bild:  Koch)
Der Koch-Gebrauchtwagen-Store in Hohenschönhausen.
(Bild: Koch)

Während manch eine große Autohausgruppe ihren strategischen Fokus aktuell darauf legt, den aktiven Zukauf von Gebrauchtwagen zu stärken, hat die Koch-Gruppe, die in Berlin und Brandenburg neun Standorte betreibt, ihr Gebrauchtwagen­geschäft von Grund auf neu gedacht. Für die familiengeführte Mehrmarkenautohausgruppe, die knapp 500 Mitarbeiter beschäftigt, ist das Gebrauchtwagengeschäft eine eigenständige Ertragsmaschine mit einer stringenten Markenführung, eigenen Prozessen und einer klaren Standortstrategie.

Das Gebrauchtwagengeschäft fußt bei Koch auf drei klar definierte Säulen: Erstens gibt es die klassischen Markenstandorte mit einer Gebrauchtwagenpräsentation, bei denen der Fokus auf Inzahlungnahmen liegt. Zweitens gibt es in Berlin-Marzahn, Ahrensfelde und Schönefeld drei exklusive Gebrauchtwagen-Zentren für Kunden, die sich an einem reinen Gebrauchtwagenstandort besser ­aufgehoben fühlen. Und drittens gibt es die Koch-Gebrauchtwagen-Stores in Biesdorf, Hohenschönhausen und Moabit.

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Millioneninvestition in drei Leuchtturm-Betriebe

Gerade durch Letztere hebt sich das Familienunternehmen auch sichtbar von den anderen Handelsgruppen ab: Bei den mittlerweile drei Berliner Koch-Stores in Biesdorf, Hohenschönhausen und Moabit, in die die Handelsgruppe rund zehn Millionen Euro investiert hat, handelt es sich Gebrauchtwagen-Leuchtturm-Standorte mit einer bis ins letzte Detail durchdachten CI und einem Clubkonzept. Wer ein Fahrzeug kauft, wird zweimal im Jahr zu exklusiven Events eingeladen.

Das Highlight der Stores aber sind die thematischen Erlebnisräume, in denen die Verkäufer die Kaufverträge finalisieren. Für Sportbegeisterte gibt es die Boxengasse oder das Stadion. Wer gerne verreist, wird sich im Dubai- oder im Malediven-Zimmer wohlfühlen, oder aber im Hüttenzimmer. „Die Koch-Gebrauchtwagen-Stores sind Begegnungsstätten, die darauf abzielen, die Kunden emotional abzuholen und ein lang anhaltendes Gefühl der Freude zu schaffen“, erläutert Vertriebsvorstand Christoph von Czernitzky.

Doch dieses außergewöhnliche Konzept ist nur die sichtbare Seite der Medaille: „Bunte Räume kann jeder bauen – am Ende muss es sich in Zahlen ausdrücken“, unterstreicht Thomas Koch, Vorstandsvorsitzender der Koch-Gruppe.

Und genau das tut es. In allen drei Stores konnten die Verkaufszahlen bereits im vergangenen Jahr kräftig gesteigert werden. In diesem Jahr will die Handelsgruppe hier noch eine ordentliche Schippe drauflegen: In Summe will Koch in seinen drei Gebrauchtwagen-Leuchttürmen, die auch als Event-Locations fungieren, gut 2.500 Fahrzeuge verkaufen.

Elitäre Gebrauchtwagen-Paläste für Premium-Fahrzeuge sind die drei Standorte jedoch bewusst nicht. Es gibt keine standortspezifische Fahrzeugsegmentierung. Der Kunden-Erstkontakt läuft über die Betriebe, an denen die Fahrzeuge physisch stehen. „Die Standorte bieten allesamt Gebrauchtwagen in einem vierstelligen bis sechsstelligen Preissegment an. Die unterschiedlichen Arten von Gebrauchtwagenstandorten dienen vielmehr dazu, möglichst alle Kunden abzuholen. Die einen suchen ein besonderes Kauferlebnis, während die anderen Schwellenängste haben“, erläutert Thomas Koch. Daher glänzen auch nicht nur die Leuchtturm-Betriebe mit einer guten Entwicklung beim Umsatz, bei den Verkaufszahlen und der Marge. Es ist das Gesamtkonzept, das Früchte trägt.

Angesetzt hat die Koch-Gruppe dabei an fast jeder Stellschraube, auch beim Preissegment. Sie kauft mittlerweile verstärkt auch ältere Gebrauchtwagen bis zu einem Alter von sieben Jahren zu, um eine möglichst breit gefächerte Zielgruppe zu erreichen. Hand in Hand mit dieser strategischen Vertriebsentscheidung hat die Koch-Gruppe auch an der Schnittstelle zwischen Vertrieb und Service angesetzt und ihr Service- und Aufbereitungskonzept angepasst: Das Zauberwort lautet zeitwertgerechte Reparatur und selektive Zubehörteile. Nach einem Umdenkprozess, den es vor allem ins Team zu tragen galt, wirkt sich das heute positiv auf die Marge und die Prozessgeschwindigkeit aus.

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Zentrales Preisteam leitet schnelle Korrekturen ein

Auch zahlreiche andere Prozesse wurden angepasst – vom Einkauf über die Bewertung und die Aufbereitung bis zur straff organisierten Fahrzeuglogistik. Da der aktive Zukauf mittlerweile die stärkste Säule im Gebrauchtwagengeschäft ist, hat die Handelsgruppe darauf auch strukturell einen besonderen Fokus gelegt. Aus wenigen starken Einkäufern ist ein siebenköpfiges Team geworden – mit Markenspezialisten und einer Assistenz, die die Einkäufer entlastet, damit sich diese auf ihre Kernaufgabe konzentrieren können. Das ist angesichts des ehrgeizigen Zukaufsziels von über 4.150 Gebrauchtwagen auch nötig.

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Koch hat ein zentrales Preisteam installiert, das wöchentlich die Fahrzeuge mit einer längeren Standzeit unter die Lupe nimmt. Einzelmeinungen werden so gebündelt und Kurskorrekturen schnell eingeleitet. „Erst mit diesen Weichenstellungen ist die Eröffnung weiterer Standorte, wie zuletzt in Schönefeld, ohne Reibungsverluste möglich“, bemerkt Thomas Koch.

Im Fokus stand für die Koch-Gruppe auch das Thema Qualität: Sichergestellt wird diese unter anderem über ausgewiesene Qualitätsprüfer. Dabei handelt es sich um ehemalige Führungskräfte der Handelsgruppe, die eine langjährige Expertise im Gebrauchtwagengeschäft mitbringen und die im Koch-Team bekannt sind. Sie auditieren regelmäßig die Gebrauchtwagenausstellung in den verschiedenen Betrieben, dokumentieren Auffälligkeiten, beispielsweise Staubschichten auf den Fahrzeugen, erstellen To-do-Listen und wirken der typischen Betriebsblindheit entgegen.

Sichtbar nach außen transportiert die Berliner Handelsgruppe die Qualität über ihr „Fünf-Sterne“-Label: Es beinhaltet unter anderem einen 95-Punkte-Check, eine sechsmonatige Garantie und ein Sorglos-Paket samt 6 wartungsfreien Monaten, 12 HU-freien Monaten und einem 14-tägigen Umtauschrecht.

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