Automechanika 2018: „Bei uns zählt nur Qualität“

25. Automechanika bietet bisher nie dagewesene Vielfalt

| Autor: Edgar Schmidt

Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.
Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. (Bild: Messe Frankfurt)

Redaktion: Erst einmal herzlichen Glückwunsch zur 25. Automechanika in Frankfurt. Eigentlich können wir uns ja sogar gegenseitig beglückwünschen, denn die Initiative, die 1971 vom VDA abgesagte IAA durch eine eigene Fachmesse für Werkstattausrüster zu ersetzen, kam ja unter anderem vom damaligen »kfz-betrieb«-Chefredakteur Joachim Lattke. Wie bewerten Sie diesen Impuls aus heutiger Sicht?

Detlef Braun: Den Drive, den der Automotive Aftermarket bei der Gründung der ersten Automechanika in Frankfurt 1971 zeigte, spüren wir bis heute. Insofern kamen die Absage der IAA und das Engagement des damaligen »kfz-betrieb«-Chefredakteurs genau zur richtigen Zeit. Schon bei der ersten Automechanika zeigte sich, dass die thematische Trennung von Autoshow und Fachmesse für Werkstatt- und Tankstellenausrüstung sowie Autoteile und Zubehör ideal ist. Bereits die Aussteller der ersten Automechanika lobten die Qualität des Fachpublikums und das erfolgreiche Geschäft auf der Messe.

Welchen Vorteil hat die Internationalisierung für den Erfolg der Automechanika Frankfurt gebracht?

Der Automotive Aftermarket hat weltweit eine immense wirtschaftliche Bedeutung, und die Automechanika ist der gemeinsame Nenner für alle beteiligten Marktteilnehmer. Durch unser internationales Engagement konnten wir die Bedeutung der Frankfurter Automechanika für internationale Aussteller und Besucher enorm verbessern. Unsere Messemarke ist inzwischen weltweit bekannt und steht damit auch für die Innovationskraft der Brache. Deshalb stellen in diesem Jahr in Frankfurt erstmals über 5.000 Aussteller aus mehr als 70 Ländern aus. Außerdem erwarten wir wieder Besucher aus mehr als 170 Ländern.

Sie führen inzwischen 17 Automechanika-Veranstaltungen in 15 Ländern durch. Ist das die Grenze der internationalen Ausdehnung oder wollen sie noch weitere Länder bzw. Regionen erobern?

Wir sind in der Vergangenheit behutsam gewachsen und wollen diese Strategie auch künftig weiter verfolgen. Die 17 Veranstaltungsorte haben wir sehr bewusst ausgesucht, denn wir dürfen ja nicht mit einer neuen Automechanika eine bestehende Veranstaltung kannibalisieren. Ich gehe trotzdem davon aus, dass wir mit der Automechanika noch weiter wachsen können und werden.

Zur diesjährigen Jubiläumsveranstaltung: Die Automechanika hat ihr Angebot nun mit der Reifen und dem Classic-Business noch einmal deutlich erweitert. Wird die Messe mit 5.000 Ausstellern nicht langsam zu groß und zu unübersichtlich?

Bei uns zählt nicht die Quantität, sondern die Qualität. Das heißt, wir holen nicht so viele Aussteller nach Frankfurt, um mit einer imposanten Zahl zu glänzen, sondern weil diese Branche so viel zu bieten hat. Um das Angebot für unsere Besucher trotzdem übersichtlich zu machen, haben wir die Messe in verschiedene Produktbereiche unterteilt. Wer sich also nur für einen Produktbereich interessiert, kann diesen sehr gezielt ansteuern. Unsere Ausstellersuche auf der Webseite mit Merkliste und Filtern erleichtert die Messeplanung im Vorfeld.

Zur Messe bietet außerdem unsere Automechanika-App viele Vorteile, zum Beispiel Pushnachrichten, die auch kurzfristig auf wichtige Termine auf dem Gelände hinweisen. Natürlich ist das Angebot groß, aber die Kfz-Profis, die sich neues Business erschließen wollen oder das für sie beste Angebot finden möchten, schauen auch gerne über den Tellerrand hinaus.

Was sollte man sich in diesem Jahr auf keinen Fall entgehen lassen auf der 25. Automechanika Frankfurt?

Das ist eine sehr schwer zu beantwortende Frage, da das Angebot so vielfältig ist. Ich würde aber jedem raten, sich einmal mit unserem vielfältigen Weiterbildungsangebot auseinanderzusetzen. Auch der Blick in die Zukunft des Aftermarkets, der auf der Automechanika traditionell in verschiedenen Bereichen möglich ist, ist bestimmt sehr lohnenswert. Ich nenne da nur die Automechanika Academy und die Produktgruppe „Tomorrow’s Service & Mobility: Alternative Antriebsmöglichkeiten und Digitale Lösungen“.

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