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Automechanika Innovation Award: Preisträger stehen fest

| Autor: Wolfgang Michel

1996 stand die „strenge Abgasnorm 1“ im Mittelpunkt. 22 Jahre später spielt der Umweltschutz beim Innovation Award weiter eine wichtige Rolle. Im Jubiläumsjahr präsentiert die Automechanika die Preisträger zudem in einer neuen Form.

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Die Preisverleihung des Innovation Award findet am 11. September im Forum der Messe Frankfurt statt.
Die Preisverleihung des Innovation Award findet am 11. September im Forum der Messe Frankfurt statt.
(Bild: Automechanika)

Obwohl die Automechanika Frankfurt in diesem Jahr ihr 25. Jubiläum begeht, haben die Verantwortlichen entschieden, sich nicht selbst hochleben zu lassen. Viel wichtiger sei es, die Aussteller zu feiern. „Mit unserem Automechanika Innovation Award stellen wir unsere Aussteller in den Mittelpunkt“, sagte Olaf Mußhoff anlässlich der Jurysitzung Anfang August. „Im Jubiläumsjahr machen wir die Auszeichnung für die Besucher sichtbarer. Unter anderem zeigen wir im Rahmen einer exklusiven Ausstellung neben den Gewinnern auch alle Bewerber-Innovationen“, so der Direktor der Automechanika Frankfurt weiter.

Welchen Stellenwert der Innovation Award mittlerweile für die Frankfurter Messemanager hat, zeigt folgende Entscheidung: Im Gegensatz zu allen früheren Automechanika-Jahren wird es 2018 trotz des 25-jährigen Jubiläums keine klassische Eröffnungsveranstaltung geben. Diese wird durch eine Feier im Forum der Frankfurter Messe für alle Preisträger des Innovation Awards ersetzt. Grußworte aus Politik und Wirtschaft wird es dort nicht geben. Zur öffentlichen Festveranstaltung am 11. September (10.00 Uhr, Raum Panorama) sind alle Aussteller, Besucher und Journalisten eingeladen. Erstmals erfolgt die Auszeichnung in den drei Qualifikationsstufen „Nominiert“, „Finalist“ und „Gewinner“. Ziel der neuen Abstufungen ist es, die Innovationen der Aussteller noch deutlicher herauszustellen.

Über 120 Unternehmen haben sich im 25. Jubiläumsjahr der Automechanika um einen Innovation Award beworben. Die Jury hat am 9. August getagt, die Preisträger werden am 11. September verkündet.
Über 120 Unternehmen haben sich im 25. Jubiläumsjahr der Automechanika um einen Innovation Award beworben. Die Jury hat am 9. August getagt, die Preisträger werden am 11. September verkündet.
(Bild: Michel/»kfz-betrieb«)

Welche Innovationen ausgezeichnet werden, darüber entscheidet alle zwei Jahre eine Fachjury. Die Redaktion »kfz-betrieb« ist mit einer Stimme in dieser Jury vertreten. Aber auch wenn wir von Anfang an und ohne Unterbrechung beim Automechanika Innovation Award an Bord sind, dürfen wir in diesem Jahr das Ergebnis vorab nicht verraten. Der Veranstalter möchte die Spannung bis zur Preisverleihung möglichst hoch halten. Was wir sagen dürfen ist, wie viele Awards es geben wird: Die Automechanika Frankfurt vergibt den Innovation Award in diesem Jahr in folgenden zehn Kategorien:

• Parts & Components

• Electronics & Systems

• Accessories & Customizing

• Repair & Maintenance

• Repair & Diagnostics

• Dealer & Workshop Management

• Alternative Drive Systems & Digital Solutions

• Classic Cars Products & Services

• OE Products

• Truck Products & Services

Neben den Innovation Awards vergibt die Messe Frankfurt nach 2016 zum zweiten Mal einen „Green Award”. Im Rahmen des Innovation-Award-Wettbewerbs der Automechanika wird diese Auszeichnung als Sonderpreis für die umweltfreundlichste und ökologisch nachhaltigste Innovation der Automechanika vergeben. Das ausgezeichnete Exponat soll Vorbild für eine moderne Green-Economy sein und exemplarisch zeigen, dass ökologischer Nutzen und ökonomischer Vorteil kein Widerspruch sein müssen. 2016 hat Continental diese Auszeichnung für den „Löwenzahnreifen“ erhalten.

Automechanika Innovation Award: Ein Blick in die Historie
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Beim Green Award konkurrieren alle Bewerbungen des Innovation Awards untereinander – unabhängig von der Produktkategorie, der die Bewerbung zugeordnet ist. Der Gewinner des Green Award wird ebenfalls im Rahmen der Preisverleihung am 11. September 2018 verkündet.

1996: Innovationspreis feiert seine Premiere

Rückblick: Seine Premiere feierte der Automechanika-Innovationspreis vor 22 Jahren. Damals, auf der 14. Automechanika, ging HJS-Fahrzeugtechnik mit dem Kat-Nachrüstsystem „HJS-Kat 2000“ unter 78 Bewerbern als Sieger hervor. Das Unternehmen mit Sitz in Menden gewann den mit 10.000 Euro dotierten Preis für ein G-Kat-System, das es für die Nachrüstung entwickelt hat. Mit dessen Hilfe konnten sowohl Vergaserfahrzeuge als auch Einspritzer „die strenge Abgasnorm 1 erfüllen.“ Neben dem Gewinner wurden auch Bosch, Facom, Gutmann Messtechnik, Autodiagnos, Volkswagen sowie Würth für weitere Innovationen geehrt.

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1996 BIS 2016: ALLE INNOVATIONSPREISTRÄGER AUF EINEN BLICK
  • 1996
    HJS-Fahrzeugtechnik: „Kat 2002“

  • 1998
    Bosch und Asanetwork: „Werkstattvernetzung“
    Doduco: „Reifendruck-Kontrollsystem“

  • 2000
    Volkswagen: „Fahrzeugdiagnose- und Servicinformationssystem VAS5052“
    AS-Autoteile-Service: Komponenten des CVT-Getriebes

  • 2002
    Daimler-Chrysler und Bosch: „Elektrohydraulischen Bremse SBC“
    Volkswagen: „Technisches Service Center TSC“ und „iTV“
    Audi: „Pocket-Diagnose-Test-System“
    Bosch: „Aerotwin-Wischblatt“

  • 2004
    BMW und Bosch: „Optisches Achsmessgerät“
    Contitech: „Ovalrad-Spannelement-Zahnriemen-Antriebssystem“
    Eurotax Schwacke: „Schwacke Liste Digital“
    Valeo: „Lane Departure Warning“
    Volkswagen: „Sprachgesteuerte Bedienungsanleitung“
    Bosch: „Universal-Lambdasonde“

  • 2006
    Beru: „Drucksensor-Glühkerze“
    Würth: „Varioprimer Safe & Easy“
    Valeo: „Power Line Communication (PLC)“
    BBS: „Air Inside Technology“
    Hella: „Nachrüst-Kurvenlicht-Scheinwerfer“
    Audi: „Hörbuch-Bedienungsanleitung“
    Volkswagen: „ASAM-UDS-Umsetzung für Diagnosegerät VAS 505X“
    Beissbarth: „Fahrwerks-Vermessungssystem Touchless“
    AuDaCon: „Datenbankgestützes Onlinesystem AIS Online“
    GL: „Laserschweißnaht-Fräser“
    Sata: „Einwegmischbecher RPS“
    WashTec: „3D-Fahrzeugerkennung für Autowaschanlagen“
    Birchmeier: „Handsprühgerät McProper Plus“

  • 2008
    Luk: „FAG-Radlager mit Stirnverzahnung“
    Valeo: „StARS - Lichtmaschine als Anlasser“
    Volkswagen: „Fahrzeug-EKG“ und „V-Protector Lackschutzfolie“
    Audi: „Quick-Strommessgerät“
    Kamatec: „E-Zinc-Reparatur-Verzinkungswerkzeug“
    Birchmeier: „Rapidon 6 Benzinkanister“
    Tec Com: „Teldentify“

  • 2010
    Steelmate: Nachrüstbares GPS-Navigationssystem
    Pewag: Schneeketten
    Kristal Coatings: Klarlack
    Texa: Mulitmarkendiagnosegerät
    Bosch: Elektrischer Traktionsmotor
    IQ Power: Elektrolytdurchmischung für Bleibatterien
    Birchmeier: Handsteuer für Granulate
    Osram: Scheinwerferlampen

  • 2012
    NTN-SNR: „NTN In-Wheel Motors System“
    Delphi: „Delphi Telematics“
    Prins Autogassystemen: „Direct-Liquimax-System“
    Volkswagen: Hochvoltmodul „VAS 6558A“
    Steelmate: Reifendruck-Überwachungssystem „DIY-TPMS“
    Bosch: Hybridkomponenten für Axel-Split-Antrieb
    Kärcher: Felgenreinigung
    ApplicoData: „Mein Autohaus und ich“ (App)
    Hunter: Vibrationskontrollsystem „RFT GSP 9700“

  • 2014
    Continental Aftermarket: VDO REDI-Sensor
    Industrie Saleri Italo: Modular aufgebaute Pumpe
    Pannex AG: Reifendichtmittel
    Car-O-Liner: Vision 2
    Texa: Multimarkenprodukt TMD MK3 und Augmented Reality Glasses
    Maha: MFP 3000 MAHA Fahrprüfstand

  • 2016
    Bosch: M-Li-Ionen-Motorrad-Batterie
    Corghi: Reifenmontagemaschine mit Diagnosefunktion
    On Board Defence: Portector
    Continental: Löwenzahnreifen
    AVL Ditest: Smart Service 4.0
    WashTec: Multiflex-Seitenwäscher
    NGK: Mobiles System NCEM
    Valeo: Scala-Laserscanner

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Über den Autor

 Wolfgang Michel

Wolfgang Michel

Chefredakteur »kfz-betrieb«