Autopromotec erzielt neuen Ausstellerrekord

Autor / Redakteur: Ottmar Holz / Ottmar Holz

Messebesuche sind oft ermüdend, weite Laufwege verschlingen die kostbare Zeit des informationshungrigen Besuchers. Doch es geht auch anders: geschickte Hallenbelegung hält die Wege kurz.

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663 internationale Aussteller sind neuer Rekord für die italienische Fachmesse.
663 internationale Aussteller sind neuer Rekord für die italienische Fachmesse.
(Foto: Holz)

Bologna: 1.587 Aussteller aus 47 Ländern haben auf einer Ausstellungsfläche von 157.000 Quadratmetern einen Querschnitt durch die aktuelle Werkstatttechnik gezeigt. Der eindeutige Schwerpunkt der Messe lag bei der Werkstattausrüstung, aber auch viele bedeutende Reifenhersteller nutzten die Autopromotec zur Vorstellung von Neuheiten und aktueller Produkte. 663 internationale Aussteller, davon über 100 deutsche Firmen, unterstreichen die zunehmende Bedeutung der italienischen Fachmesse im internationalen Vergleich. Die Zahl der Aussteller insgesamt stieg gegenüber 2013 um 4,8 Prozent an, bei den ausländischen Firmen betrug die Steigerung sogar 12,5 Prozent.„Chinahallen“ suchte man hier übrigens vergeblich, denn die Messeleitung selektiere bei den Anmeldungen akribisch, um für die über 100.000 Fachbesucher grösstmöglichen Nutzwert zu erzielen, erklärte Messechef Emanuele Vicentini.

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Klare Struktur

Besonders hervorzuheben ist die klare Struktur der Messe: Die vierzehn Hallen und vier Freiflächen sind thematisch geordnet, der Fachbesucher findet alle Aussteller eines Themengebiets ohne große Laufwege auf eine oder nur wenige Hallen verteilt.

Der Reifenhersteller Hankook stellte unter anderem den neuen laufrichtungsgebundenen Allwetterreifen Kinergy 4S vor. Die Blockanordnung des äußeren Profils verleiht dem Reifen die Sicherheits- und Leistungsmerkmale eines Sommerreifens, während sein inneres Lamellenprofil nach Herstellerangaben echte Winter-Performance liefert. Der Kinergy 4S ist mit dem Schneeflockensymbol zertifiziert und wurde bereits von führenden deutschen Premium-Automobilherstellern technisch zugelassen. Die Aufteilung in eine außenliegende Sommer- und innenliegende Winterseite erklärte Felix Kinzer, Europa-Sprecher von Hankook, mit den höheren Kurvengeschwindigkeiten im Sommer, hier böte der Kinergy 4S die gleichen Eigenschaften wie ein Sommerreifen.

Auch Corghi hatte eine Weltneuheit dabei. Die „Uniformity“ vereint die Funktionen einer automatischen Reifenmontiermaschine mit denen einer Diagnosewuchtmaschine. Die Maschine prüft das Rad nach der Montage auf Rundlaufschwankungen. Somit entfällt das zeitaufwendige Hin- und Her zwischen zwei Maschinen beim Matchen eines Problemreifens. Für das abschließende Wuchten reicht nach Aussage von Corghi-Deutschlandchef Jens-Peter Mayer „eine günstige normale Wuchtmaschine“ aus. Weitere Highlights am Stand von Corghi waren eine Radspannklammer aus Carbon für das 3D-Achsmessystem Remo und die Funkfernsteuerung „Winut“ – sie ersetzt das Steuerungspedal für die Schnellklemmung an Wuchtmaschinen.

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