E-Commerce Autoscout 24 macht auf Smyle jetzt Händler sichtbar

Von Martin Achter

Anbieter zum Thema

Ein Fahrzeug online über Autoscout 24 kaufen: Das konnten Verbraucher bislang schon über den Service Smyle – allerdings ohne dass sie erfuhren, von welchem Händler die Autos kamen. Das ändert die Plattform jetzt. Und auch sonst noch einiges.

Neben neuen Trucks hat Autoscout 24 seinen E-Commerce-Service Smyle in den vergangenen Monaten weiter ausgebaut und plant Neuerungen wie die Präsentation von Händlerbrandings. Bisher blieb der Händler für den Kaufinteressenten im Verborgenen.
Neben neuen Trucks hat Autoscout 24 seinen E-Commerce-Service Smyle in den vergangenen Monaten weiter ausgebaut und plant Neuerungen wie die Präsentation von Händlerbrandings. Bisher blieb der Händler für den Kaufinteressenten im Verborgenen.
(Bild: Autoscout 24 )

Beim Onlinekauf von Autos über die Plattform Autoscout 24 Smyle erfahren Kunden jetzt die Namen der Händler hinter den Fahrzeugen. „Wir zeigen jetzt in den Fahrzeugangeboten auf Autoscout 24 Smyle auch das Logo des Händlers an, von dem das Fahrzeug kommt“, sagte Felix Frank, General Manager Autoscout 24 Smyle, am Dienstag im Gespräch mit »kfz-betrieb«. „Der potenzielle Käufer hat so den Vorteil, zu wissen, dass das Auto von einem Händler kommt, der nach hohen Qualitätsmaßstäben arbeitet.“

Bisher konnten Händler Nutzern über Smyle ihre Fahrzeuge zwar anbieten. Die Käufer erfuhren am Ende aber nicht, von welchem Händler das Fahrzeug stammte. Das ändert sich jetzt, und Kaufinteressenten bekommen in den Fahrzeugangeboten und in den Suchergebnislisten auf der Plattform Logos der inserierenden Autohäuser angezeigt. Ergänzend präsentiert Smyle auch die Händlerbewertungen. Die Funktion befindet sich aktuell noch in einer Testphase.

An der grundsätzlichen Funktionsweise des Online-Autokaufs über Smyle ändert sich damit aber vorerst jedoch nichts: Händler stellen ihre Fahrzeuge für den E-Commerce-Service zur Verfügung; Autoscout 24 wird dann beim Kauf durch einen Kunden für eine sogenannte juristische Sekunde der Eigentümer der Fahrzeuge, damit auch Vertragspartner für die Kunden – und kümmert sich bis zur Auslieferung und etwaigen Widerrufen um die komplette Abwicklung der Geschäfte.

Händler hatten sich im Gespräch mit »kfz-betrieb« kritisch dazu geäußert, dass ihr Name bei dem E-Commerce-Service nicht genannt wurde. Für den Handel ist dies ein wichtiger Ansatzpunkt, damit ihn der Kunde bei der Vermarktung über Onlineplattformen überhaupt wahrnimmt.

Autoscout 24 hatte seinen Ansatz mit eigenen Marktforschungsergebnissen begründet. Demnach zögern Kunden beim Online-Autokauf, wenn ihnen der anbietende Händler nicht bekannt ist. Diesem Zögern soll mit der Platzierung der national bekannten Marke Autoscout 24 begegnet werden.

Zukunftsstrategien für den Automobilvertrieb und -service in der digitalen Mobilitätswelt

Automotive Business Days Logo

Auf den Automotive Business Days in Würzburg erfahren Sie am 21. und 22. Juni 2022 alles über neueste Entwicklungen rund um den Vertrieb, Service und die Digitalisierung im Kfz-Gewerbe. Praxisbeispiele von Autohäusern und Werkstätten, aber auch aus dem Feld der Herstellerorganisationen zeigen Ihnen, wie sich die Branche auf die Trends von morgen einstellt und neue Konzepte umsetzt. Eine große Branchenausstellung rundet das Angebot ab.

Jetzt mehr erfahren

In einigen Monaten will Autoscout 24 Händlern über Smyle auch direkte Vertragsbeziehungen mit den Kunden bei Online-Autokäufen ermöglichen, wie Smyle-Chef Frank sagte: „Wir werden Händlern diese Option bieten.“ Das heißt: Sie haben die Wahl, ob Autoscout 24 oder sie selbst die Vertragsbeziehungen zu den Käufern bei Onlinekäufen gestalten. Die entsprechende Möglichkeit könnte Autoscout 24 bis zum Anfang des kommenden Jahres schaffen.

Bis zu 50 Onlineverkäufe pro Monat

Mittlerweile sind auf der E-Commerce-Plattform rund 16.000 Autos von Händlern inseriert. Vor einem Vierteljahr lag der Bestand bei einem Volumen von rund 3.000 Fahrzeugen. Manch ein Händler vermarkte über den E-Commerce-Service aktuell bis zu 50 Fahrzeuge pro Monat, wie Frank sagte.

Die Plattform habe in den vergangenen Wochen außerdem Trucks im eigenen Erscheinungsbild in Betrieb genommen. Diese dienten der Fahrzeugauslieferung an die Kunden.

Smyle-General-Manager Frank stellte noch weitere Neuerungen in Aussicht. So testet Smyle derzeit Werkstatt-Empfehlungen für Kunden, nach einem Online-Autokauf. Der Service laufe unter dem Namen Aftersales-Club. „Wir verstehen, dass das für den Händler ein relevanter Teil des Geschäfts ist“, sagte Frank.

Bei der Auslieferung ihrer Autos erhalten Kunden demnach eine Mappe mit ihren Fahrzeugunterlagen. Diese könnten künftig um Visitenkarten mit Ansprechpartnern von einer nahe gelegenen Werkstatt ergänzt werden.

Hat ein Händler, der über Smyle Autos verkauft, selbst eine Werkstatt im Umkreis von 50 Kilometern um den Standort des Käufers, bekommt der Kunde diesen Händler für den Werkstattservice empfohlen. Liegt der verkaufende Händler mit seinen Standorten über 50 Kilometer vom Wohnort des Kunden entfernt, wird der Kunde zum nächstgelegenen und passenden Händler gelotst, der Smyle-Partner ist. Das Projekt befindet sich in einer Pilotphase mit einer Handvoll Händler.

Daneben plant Autoscout 24 mit Smyle weitere Services. Mittelfristig sollen Käufer auch ihre Vorfahrzeuge über den E-Commerce-Service in Zahlung geben können, kündigte Frank an. Dafür will Autoscout 24 die Technologie der Konzerntochter in spe Autoproff nutzen, um Kunden zeitnah ein Ankaufangebot mit Preisgarantie machen zu können. Zugleich soll Händlern dadurch eine privilegierte Zukaufmöglichkeit entstehen.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

Außerdem soll es Händlern über Smyle künftig möglich sein, eigene Bestandsfahrzeuge mit unterschiedlichen Verwertungsperspektiven zu vermarkten. Zunächst sollen sie die Fahrzeuge Verbrauchern anbieten können, um so die Chance zu erhalten, einen Endverbraucherpreis zu erzielen. Danach könnten die Fahrzeuge nach einer bestimmten Zeit künftig über Autoproff in eine B2B-Vermarktung wandern. Dieses Verfahren könnte bei Autos interessant sein, für die sich nicht leicht ein Käufer finden lässt.

Und schließlich plant Autoscout 24 für das kommende Jahr, die Serviceangebote von Smyle Händlern modular anzubieten. Das könnte beispielsweise bedeuten: Ein Händler nutzt die Services der Plattform für den digitalen Kaufabschluss und die Zulassung der Kundenfahrzeuge; er liefert die Autos aber selbst aus.

Autoscout 24 hatte Smyle im September vergangenen Jahres gestartet und ermöglicht Händlern über diese Plattform den Onlineverkauf von Autos. Kunden ist über Smyle mittlerweile auch die Finanzierung von Fahrzeugen möglich.

(ID:48416295)