Bericht: Neuer Golf und VW ID starten in abgespeckter Form

Unrunde Vorbereitungen

| Autor: dpa/cs

Die Vorbereitungsphase bei VW auf den Golf 8 läuft unrund.
Die Vorbereitungsphase bei VW auf den Golf 8 läuft unrund. (Bild: VW)

Dass die Vorbereitungen auf den Golf 8 nicht komplett rund laufen, war in den vergangenen Wochen bereits mehrfach zu vernehmen. Auch COO Ralf Brandstätter hatte kürzlich Probleme eingestanden. Vor allem die Elektronik streikt offenbar immer wieder. Nun nennt der „Spiegel“ in einem Bericht konkrete Zahlen und beruft sich dabei auf interne Dokumente des Herstellers, die dem Magazin vorliegen sollen.

Demnach sei die Zahl der Software- und Elektronikfehler von 2.310 im April 2018 mittlerweile auf rund 15.000 nahezu explodiert. Dem Spiegel-Bericht zufolge wird Volkswagen deshalb in diesem Jahr die nächste Golf-Generation nur in einer Variante mit abgespeckter Elektronik zum Händler bringen. Besser ausgestattete Modelle sollen dann 2020 folgen. Auch die Produktion sei darauf ausgerichtet: Statt der ursprünglich geplanten 80.000 Einheiten werden demnach nur rund 10.000 neue Golfs 2019 vom Band rollen.

Aber auch das scheint noch nicht sicher. Im Rahmen der VW-Jahrespressekonferenz im März hatte Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann bereits angedeutet, dass man mit dem Golf 8, der erstmals auf der IAA im September zu sehen sein wird, so richtig erst im neuen Jahr plane.

Zuletzt sprach man bei VW von einer flacheren Anlaufkurve beim neuen Golf. Für den geplanten Produktionsanlauf des Kassenschlagers vor Ende des Jahres sei noch viel zu tun, sagte Brandstätter. Konzernchef Herbert Diess lobte auf der Plattform „Linkedin“ kürzlich das Engagement und die „Intensität der Arbeit“ der zuständigen Teams. Der Golf werde „im Volumensegment bei Vernetzung und Fahrerassistenz neue Maßstäbe setzen“.

Auch ID kommt zunächst nur mit „Online-Erstumfang“

Auch der neue vollelektrische ID, dessen Produktion Ende 2019 in Zwickau startet, wird laut VW zum Produktionsstart einen „Erstumfang an Online-Funktionalitäten“ erhalten. Updates sollten die Funktionen stetig erweitern.

Einmal mehr fallen Volkswagen in dem Zusammenhang unter anderem die eigenen Versäumnisse bei der WLTP-Zertifizierung auf die Füße. Der Hersteller hatte wegen Problemen mit der neuen Abgas-Norm im Herbst 2018 mit schweren Produktionsschwierigkeiten zu kämpfen. Da die Wolfsburger im Zuge dessen Kapazitäten umschichten müssen, fehlen diese nun möglicherweise an anderer Stelle.

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