Besitzumschreibungen Der Markt dreht im Februar schon wieder ins Minus

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Die Aufbruchstimmung am Gebrauchtwagenmarkt ist schon wieder verflogen. Nach einem Jahresauftakt mit steigenden Zahlen gab es im Februar weniger Halterwechsel als im Vorjahresmonat. Einige Marktdaten sprechen für eine Fortsetzung dieser Situation.

Zu viele Vermarktungsanstrengungen braucht es noch nicht im Gebrauchtwagenhandel: Die Standzeiten sinken, die Preise sind stabil.(Bild:  Mauritz – »kfz-betrieb«)
Zu viele Vermarktungsanstrengungen braucht es noch nicht im Gebrauchtwagenhandel: Die Standzeiten sinken, die Preise sind stabil.
(Bild: Mauritz – »kfz-betrieb«)

Der Gebrauchtwagenmarkt bleibt wechselhaft und schwer einschätzbar. Wie aktuelle Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) zeigen, sank die Zahl der Pkw-Besitzumschreibungen im zweiten Monat des Jahres gemessen am Vorjahresmonat um 2,1 Prozent. 456.450 Autos wechselten im Februar den Besitzer. Im Januar hatte der Markt dagegen überraschend um 4 Prozent zugelegt – das war der erste Anstieg seit dem Februar 2022.

Mit dem rückläufigen Februar-Ergebnis nähert sich der Gebrauchtwagenmarkt bereits wieder der Stagnation. In den ersten beiden Monaten fanden rund 947.000 Gebrauchtwagen einen neuen Halter. Das sind derzeit noch rund 1 Prozent mehr als im Januar und Februar 2022. Im Vorjahr hatte der Gebrauchtwagenmarkt allerdings einen langjährigen Tiefststand erreicht, der rund 1,5 Millionen Einheiten unter dem Vor-Corona-Niveau lag.

Angesichts der aktuellen Zahlen könnte ein genereller Preis-Crash vorerst ausbleiben, da weiterhin nicht genügend Ware verfügbar ist. Dafür sprechen auch die Eckdaten der beiden großen Gebrauchtwagen-Plattformen. Allerdings, das machen Gespräche mit dem Handel deutlich, ist die Entwicklung durchaus modellabhängig. Bei einigen Marken/Modellen sind die Preise bereits unter Druck geraten.

Über alle Marken hinweg wies der Gebrauchtwagen-Preisindex von Autoscout zuletzt einen weiteren Anstieg des durchschnittlichen Angebotspreises um 1,3 Prozent aus. Das Autobarometer von Mobile.de spricht von „erstmals seit April 2022“ sinkenden Standtagen bei einem insgesamt stabilen Preisniveau. Auch das jüngste DAT-Barometer hatte bereits leicht sinkende Standzeiten ermittelt und nochmals steigende Restwerte für dreijährige Fahrzeuge ausgewiesen – allerdings bezogen auf die Januar-Werte.

Neben dem Pkw-Markt war im Februar zugleich der Nutzfahrzeugsektor unter Absatzdruck geraten. Wie das KBA mitteilte, sank die Zahl der Halterwechsel bei den Lkw im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,1 Prozent auf knapp 32.000 Einheiten. Die Umschreibungen in dieser Fahrzeugklasse waren im Januar noch deutlich im Plus gewesen. Bei den Zugmaschinen brachen die Besitzumschreibungen im Februar sogar um gut ein Siebtel ein (–14,9 %).

Aufwärts ging die Zahl der Halterwechsel im Februar allein in der Fahrzeugklasse der Omnibusse mit 372 Einheiten (+4,2 %). Krafträder wechselten 25.400 Mal den Halter, das waren 11,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

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