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Bestätigt: Mercedes stellt X-Klasse ein

Autor / Redakteur: sp-x / Jens Rehberg

Nach gerade einmal drei Jahren Bauzeit ist der erste Pick-up von Mercedes bereits wieder Geschichte. Die X-Klasse war offenbar einfach zu teuer für die angepeilte Kundschaft.

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Mecedes-X-Klasse
Mecedes-X-Klasse
(Bild: Daimler)

Mercedes stellt die Produktion der X-Klasse ein. Die letzten Einheiten des Pick-ups laufen im Mai vom Band, bestellt werden kann er schon nicht mehr. Bereits seit Mitte letzten Jahres galt das Schicksal des Pritschenwagens als besiegelt – der Hersteller hat mittlerweile bestätigt, was seit langem auf der Hand liegt.

Mercedes hatte den ersten Pick-up seiner Firmengeschichte erst 2017 ins Programm genommen, die Plattform wurde vom Kooperationspartner Nissan übernommen. Im Vergleich zum Navara der Japaner und dem ebenfalls baugleichen Renault Alaskan tritt die X-Klasse außen und innen deutlich edler auf. Als einziges Modell in dem Trio verfügt der Pick-up mit dem Stern zudem über einen optionalen Sechszylindermotor sowie einen permanenten, nicht nur zuschaltbaren Allradantrieb.

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Im Gegenzug rufen die Stuttgarter auch höhere Preise auf: Aktuell startet die Liste bei eingeschränktem Motorenangebot bei knapp 49.000 Euro, deutlich günstiger als 40.000 Euro waren auch die billigsten Varianten nicht zu haben. Zum Vergleich: Der Technik-Bruder Nissan Navara, aber auch andere Konkurrenzmodelle wie VW Amarok und Ford Ranger starten um die 30.000 Euro. Gerade für den preissensiblen Teil der Pick-up-Zielgruppe – die Handwerker und Gewerbetreibenden – ist das ein wichtiges Kaufargument.

Eine Positionierung der X-Klasse als edle Alternative zu den robuster ausgestalteten Pritschenwagen der Konkurrenz ist offenbar nicht aufgegangen. Bereits im ersten Quartal 2019 hatte Daimler sich entschieden, die X-Klasse nicht wie geplant auch in Argentinien bauen zu lassen. Grundlage dafür war nach Unternehmensangaben vor allem, dass die Preiserwartungen der Kunden in Lateinamerika nicht zu erfüllen waren. Zu den wichtigen Märkten zählten daher neben Europa zuletzt nur Australien und Südafrika, für den US-Markt war der vergleichsweise kleine Pick-up nie vorgesehen. Zuletzt konnte Mercedes weltweit nur noch rund 10.000 Einheiten pro Jahr von dem Modell absetzen.

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