Kfz-Innung Sachsen West/Chemnitz Betriebe brauchen Zukunftsstrategien

Von Holger Zietz 2 min Lesedauer

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Um künftig am Markt bestehen zu können, sollten die Kfz-Unternehmer jetzt schon Strategien für den eigenen Betrieb entwickeln. Dies und die bisherigen Leistungen der Mitglieder standen im Mittelpunkt der Versammlung der Innung Sachsen West/Chemnitz.

Beschäftigten sich mit dem Automarkt der Zukunft: (v. l.) Uwe Schmidt, Geschäftsführer der Innung Sachsen West/Chemnitz, Michael Schneider, Obermeister der Innung Sachsen West/Chemnitz und Wolfgang Michel, Chefredakteur »kfz-betrieb«. (Bild:  Zietz – »kfz-betrieb«)
Beschäftigten sich mit dem Automarkt der Zukunft: (v. l.) Uwe Schmidt, Geschäftsführer der Innung Sachsen West/Chemnitz, Michael Schneider, Obermeister der Innung Sachsen West/Chemnitz und Wolfgang Michel, Chefredakteur »kfz-betrieb«.
(Bild: Zietz – »kfz-betrieb«)

Für die Zukunft brauchen die Betriebe Strategien, um der Vielfalt des Marktes begegnen zu können. So lautete das Fazit der Innung Sachsen West/Chemnitz bei ihrer Versammlung in Meerane. Obermeister Michael Schneider skizzierte zunächst die Lage der Kfz-Betriebe seit 2021.

Auch das Jahr 2022 hatte den Werkstätten und Autohäusern im westlichen Sachsen wegen der schlechten Versorgung mit Ersatzteilen und den steigenden Energiepreisen zu schaffen gemacht. Erfreulich für die Betriebe sei das Wachstum des Gesamtfahrzeugbestands. Außerdem steige das Durchschnittsalter der Bestandsfahrzeuge und liege bereits bei durchschnittlich zehn Jahren. Für den Service seien dies gute Aussichten, so der Obermeister.

Trotz der besonderen Herausforderungen hätten die 403 Mitglieder der Innung ihren Weg gefunden. So sei beispielsweise die Neuordnung der Abgasuntersuchung erfolgreich in der Innung eingeführt worden. Es gab auch schon die ersten Rechnungen für die Betriebe. „Überprüfen Sie die Kalkulation und bieten Sie die AU zu realistischen und auskömmlichen Preisen an“, empfahl Schneider den Mitgliedern.

Wolfgang Michel, Chefredakteur des Verbandsorgans »kfz-betrieb«, informierte anschließend über die Situation im Autohandel, die Änderungen der Händlerverträge und die Agentursysteme der Hersteller. „Die Entscheidung, ob Sie die neuen Verträge mit dem Hersteller unterschreiben oder nicht, liegt bei Ihnen“, betonte er.

Für die Händler ist die Situation eine große Herausforderung. Viele haben erst kürzlich in ihre Autohäuser und Ausstellungsräume investiert. Nun ließen viele Hersteller verlauten, kein Interesse mehr an diesen großen Verkaufsräumen zu haben, so Michel. Der Direktvertrieb der Hersteller nehme zu. Noch 2001 habe der deutsche Fabrikatshandel rund 85 Prozent der Neuwagen verkauft, 2021 waren es nur noch 57 Prozent. Es sei absehbar, wann der Anteil des Handels auf deutlich unter 50 Prozent sinken werde.

Um im Wandel des Marktes bestehen zu können, empfahl Michel den Unternehmern, ihren betrieblichen Fokus auf Werkstatt und Gebrauchtwagen zu legen. Denn 77 Prozent der Verbraucher hielten nach wie vor das Auto für unverzichtbar.

Deshalb sollten sich die Unternehmen neben dem traditionellen Geschäft auch Gedanken über mögliche „Randgebiete“ wie Elektroroller und Campingfahrzeuge machen. Es seien Strategien notwendig, um Antworten auf die vielfältigen Anforderungen des Marktes von morgen zu haben. Und: Die Menschen in den Betrieben seien wichtig, so Michel, denn nur sie betreuen den Kunden und machen den Unterschied zum Wettbewerb.

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