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BMW-Absatz bricht in der Corona-Krise ein

| Autor: Andreas Wehner

Der Autobauer hat im ersten Quartal 20,6 Prozent weniger Autos verkauft als im Vorjahreszeitraum. Da ein Großteil der Händler in Europa und den USA geschlossen hat, erwartet BMW keine kurzfristige Besserung bei der Nachfrage. Doch es gibt einen Lichtblick.

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Die BMW-Autohäuser in Europa und den USA sind größtenteils zu.
Die BMW-Autohäuser in Europa und den USA sind größtenteils zu.
(Bild: Wehner/»kfz-betrieb«)

Der BMW-Konzern hat im ersten Quartal dieses Jahres 20,6 Prozent weniger Autos verkauft als ein Jahr zuvor. Nach einem guten Start ins Jahr habe die Corona-Krise bereits im Februar zu einem signifikanten Absatzrückgang in China geführt, im März seien die Auswirkungen dann auch bei den Absatzzahlen in Europa und den USA deutlich spürbar gewesen, teilte der Autobauer am Montag mit.

Insgesamt lieferte der Münchner Autobauer von Januar bis März 411.809 BMW Automobile (-20,1 %) aus. Die Marke Mini setzte in diesem Zeitraum 64.449 Einheiten (-23,4 %) ab. Bei Rolls-Royce gingen die Verkäufe im ersten Quartal des laufenden Jahres um 27,2 Prozent auf 853 Einheiten zurück. Zudem verkaufte BMW 34.774 Motorräder (9,9 %).

Produktionsstopp verlängert

„Wir reagieren auf die weltweit herausfordernde Absatzsituation aufgrund der Corona Pandemie und passen unser Produktionsvolumen flexibel der Nachfrage an“, sagte BMW-Vertriebsvorstand Pieter Nota. Den Produktionsstopp in seinen Fabriken in Europa und Nordamerika verlängerte BMW bis Ende April. Der Autobauer rechnet mit einem weiteren Rückgang der weltweiten Nachfrage.

In Europa sind derzeit aufgrund der Corona-Krise rund 80 Prozent aller Händlerbetriebe geschlossen, in den USA sind es circa 70 Prozent. In einigen Ländern, darunter Deutschland, ist aktuell der stationäre Autoverkauf komplett untersagt.

Allerdings gibt es laut Nota auch bereits wieder einen Lichtblick. „In China sehen wir mit einem starken Auftragseingang die ersten Anzeichen einer Erholung“, sagte der Vertriebschef.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«