BMW: Procar-Comeback im F1-Vorprogramm

Redakteur: Slawa Schaub

Beim diesjährigen Großen Preis von Österreich sorgte BMW Group Classic für ein Wiedersehen mit ihrem klassischen Supersportwagen von 1979. 14 ehemalige Rennfahrzeuge der Serie BMW M1 Procar gingen mit ehemaligen Formel-1-Piloten an den Start.

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Der BMW M1 Procar beim Deutschen Grandprix auf dem Hockenheimring am 19. Juli 2008.
Der BMW M1 Procar beim Deutschen Grandprix auf dem Hockenheimring am 19. Juli 2008.
(Bild: Foto: BMW)

37 Jahre nach seiner Rennstrecken-Premiere holte BMW Group Classic den Klassiker M1 Procar für ein Vorprogramm beim diesjährigen Grandprix von Österreich noch einmal auf die Piste zurück. Bei den ersten Procar-Rennen im Mai 1979 im belgischen Zolder traten damalige Formel-1-Größen in Rennversionen des M1 gegen nationale Sportwagenprofis, Privatfahrer und Nachwuchstalente an. Einige von ihnen nutzten am 3. Juli 2016 die Gelegenheit, im Rahmen der Legends Parade auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg ins Cockpit des Rennsportwagen-Oldtimers zurückzukehren; darunter auch der dreifache F1-Weltmeister Niki Lauda, der 1979 drei Procar-Rennen gewann und die Gesamtwertung für sich entschied.

Bei seinem historischen Heimspiel in dem Klassiker traf der Österreicher auf zahlreiche einstige Rivalen wie Hans-Joachim Stuck, Gesamtzweiter der Saison 1979 und Drittplatzierter von 1980. Auch Jochen Mass, Christian Danner, die Österreicher Dieter Quester, Gerhard Berger und Sepp Manhalter sowie der Schweizer Markus Hotz, der Schweizer Marc Surer und die beiden Niederländer Jos Verstappen und Jan Lammers nahmen an der Legends Parade teil. Am Start waren sie ebenfalls in exakt jenen Exemplaren des BMW M1, in denen sie einst in der Procar-Serie unterwegs waren.

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Der mehrfache Tourenwagen-Champion Johnny Cecotto aus Venezuela ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, am Start zu erscheinen. Zwei prominente Fahrer, die einst mit einem M1 am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teilnahmen, komplettierten das Feld: BMW-Markenbotschafter Leopold Prinz von Bayern und Harald Grohs, der DTM-Rennen im BMW 635CSi und M3 gewann.

Geschichtliches aus dem BMW-Motorsport

Der BMW M1 war ursprünglich das erste für den Wettbewerbseinsatz konzipierte Fahrzeug der BMW Motorsport GmbH. In der 204 kW/277 PS Serienausführung war er mit einer Höchstgeschwindigkeit von fast 265 km/h der schnellste deutsche Straßensportwagen seiner Zeit. Das Kräftemessen der 345 kW/470 PS starken Rennversionen des BMW M1, die nach dem Gruppe-4-Reglement entstanden, wurde in der damaligen Zeit ein großer Publikumserfolg.

Die Legends Parade ist das dritte Mal, dass im Rahmen der österreichischen F1 Gedenken an besondere Kapitel der Motorsport-Geschichte stattfinden: Voriges Jahr beteiligte sich BMW an einem Stelldichein historischer F1-Rennwagen. Der Brasilianer Nelson Piquet fuhr dabei den BMW BT52, mit dem er 1983 die F1-WM gewonnen hatte. Anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums stellt der bayerische Automobilhersteller dieses Jahr das gesamte Starterfeld. 14 ehemalige Rennfahrzeuge der Procar-Serie sind fast ausnahmslos im Besitz von Privatsammlern. Zwei der Fahrer treten dabei im eigenen Fahrzeug an: Gerhard Berger ist Besitzer eines Procar-Klassikers, ebenso wie Sepp Manhalter. Letzterer besitzt exakt jenes Fahrzeug, mit dem er 1979 in Zolder als Siebter ins Ziel fuhr.

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