BMW-Spitze schießt erneut gegen Volkswagen

Münchner setzen auf Technologieoffenheit

| Autor: dpa/cs

BMW-Chef Harald Krüger (li.) und Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich.
BMW-Chef Harald Krüger (li.) und Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich. (Bild: BMW)

Der Konflikt zwischen den Autoherstellern BMW und VW um die staatliche Förderung von Elektroautos schwelt weiter. BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich bezeichnete die Vorschläge von Volkswagen als schädlich für Deutschland. „Wenn ein Unternehmen versucht, die Förderung – zum Schaden unserer Volkswirtschaft – sehr einseitig in die eigene Richtung zu lenken, dann müssen wir widersprechen“, sagte er der Zeitung „Die Welt“ (Samstag).

„Im konkreten Fall ging es darum, dass VW die Förderung von kleinen, sehr preiswerten Elektroautos durchsetzen wollte, die sie zukünftig einmal im Portfolio haben werden“, erläuterte Fröhlich. Elektroautos von BMW wie der i3 wären dadurch benachteiligt worden. „Das Ergebnis wäre auch ein Förderprogramm für asiatische Hersteller von kleinen Elektroautos gewesen. Denn dort werden viel mehr preiswerte Elektrofahrzeuge gebaut als im Hochlohnstandort Deutschland“, fügte Fröhlich hinzu.

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Auch BMW-Chef Harald Krüger äußerte sich am Wochenende erneut zum Vorpreschen der Wolfsburger. Anders als sein Kollege Herbert Diess lehnt er eine reine Fokussierung auf die Elektromobilität ab. Im Interview mit dem „Handelsblatt“ sagte Krüger: „Der Schlüssel für die Mobilität der Zukunft ist Technologieoffenheit. Um es klar zu sagen: Technologisch alles auf eine Karte zu setzen wäre der völlig falsche Weg und für den Wohlstand in unserem Lande gefährlich.“

Für BMW bedeute Technologieoffenheit, auch die eigenen Verbrennungsmotoren weiter zu verbessern, so Krüger. „Und daneben konsequent die E-Mobilität mit vollelektrischen Fahrzeugen wie auch Plug-in-Hybriden vorantreiben sowie auch in neue Technologien wie die Brennstoffzelle investieren“, sagte der BMW-Chef.

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