Bosch-Gewinn steigt trotz Dieselbelastung

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Die Autozuliefersparte von Bosch leidet noch unter dem Dieselskandal. Trotzdem ist der Konzerngewinn 2018 gestiegen. Das Unternehmen will einen Teil des Überschusses nun in eine klimaneutrale Zukunft investieren.

(Bild: Bosch)

Der Bosch-Konzern will trotz hoher Kosten für den Dieselskandal und eines verhaltenen Konjunkturausblicks Milliarden in den Klimaschutz investieren. Derzeit sind dafür Mittel vorhanden, denn das Unternehmen verdiente trotz des Gegenwinds im Automobilsektor gut. Der Umsatz stieg nach Unternehmensangaben im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent auf 78,5 Milliarden Euro. Nach Steuern verdiente der Konzern 2018 etwa 3,6 Milliarden Euro. Im Jahr 2017 waren es 3,3 Milliarden Euro.

Zu schaffen machen Bosch weiterhin die möglichen Kosten für den Dieselskandal in der Sparte Automobil. 1,2 Milliarden Euro hat Bosch bislang für Rechtsrisiken zurückgelegt, der überwiegende Teil davon ist für Rechtsstreitigkeiten in Zusammenhang mit Dieselgate gedacht. 2018 war die Summe nicht erhöht worden, weil keine weiteren rechtlichen Risiken bekannt geworden seien, wie es im Geschäftsbericht hieß.

Der Zulieferer hatte Komponenten für die problematischen Diesel von VW geliefert. In den USA hatte Bosch Klagen mit millionenschweren Vergleichen beigelegt. In Deutschland laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft noch.

Gleichzeitig investiert Bosch in eine umweltfreundliche Zukunft. Zwei Milliarden Euro will der Konzern in die Hand nehmen, um seine Standorte energieeffizient umzubauen und kurzfristig Ökostrom einzukaufen. Auf diese Weise will Bosch bis 2030 eine Milliarde Euro einsparen und mit Hilfe von CO2-Kompensation schon im kommenden Jahr klimaneutral sein.

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