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Caravan-Salon: Premiere für Einsteigermarke Etrusco

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Auch die Reisemobilbranche hat jetzt ihre Billigmarke: Nach der erfolgreichen Einführung vor einem Jahr in Südeuropa soll Etrusco nun auch den deutschen Markt erobern. Dahinter steckt jedoch einer der ganz Großen.

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Etrusco geht jetzt auch in Deutschland an den Start.
Etrusco geht jetzt auch in Deutschland an den Start.
(Bild: Etrusco)

Viele sprechen von Billigmarken. Die Hersteller selbst bevorzugen den Begriff Einsteigermarke. Gemeint ist in beiden Fällen das Gleiche: Es geht um jene aktuell voll im Trend liegenden Firmen, die besonders preisgünstige, aber qualitativ keineswegs minderwertige Reisemobile anbieten.

Und eine solche Marke gibt auf dem Düsseldorfer Caravan-Salon gerade ihr Deutschland-Debüt: Etrusco ist ein Teil der Erwin-Hymer-Group und neben Carado und Sunlight bereits die dritte Einsteigermarke im Reich von Europas Nummer eins unter den Reisemobil- und Caravanherstellern.

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„Das hatten wir so eigentlich nicht geplant“, gibt Martin Brandt, der Vorstandsvorsitzende der Unternehmensgruppe aus Bad Waldsee zu. „Wir haben Etrusco speziell für die Märkte in Frankreich, Spanien und Italien entwickelt, weil viele Kunden dort die Modelle von Carado und Sunlight zu kühl und nordisch empfanden.“ Der Neuling, der sich auf italienisches Innen- und Außendesign in einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis fokussiert, sei aber dann so gut eingeschlagen, dass viele Anfragen von Händlern aus Deutschland und Skandinavien den Mutterkonzern überzeugt hätten, Etrusco-Fahrzeuge zum Modelljahr 2018 auch hierzulande zu verkaufen.

Produziert werden die Reisemobile in der Toskana in der Nähe von Florenz bei der italienischen Hymer-Tochter Laika. Dort in San Casciano steht das neueste Hymer-Werk. Aus der Region erklärt sich auch der Markenname, denn von dort stammen die Etrusker, ein antikes Volk aus der Toskana, das angeblich schon damals sehr fortschrittlich und reisefreundlich war.

Etrusco feiert zum Deutschland-Debüt auch gleich noch eine Produkt-Premiere, denn in Düsseldorf zeigt die Hymer-Group-Tochter ihr erstes voll integriertes Fahrzeug. Der I7400i wird mit zwei Grundrissen angeboten, als Queensbett-Variante mit dem besonders in Südeuropa beliebten Doppelbett, das mittig im Heck platziert ist, oder mit den hierzulande am meisten gefragten Einzelbetten, die zudem eine besonders große Fahrrad-Heckgarage ermöglichen. Der identische Einstiegspreis für die beiden 7,43 Meter langen Integrierten, die zudem serienmäßig große Hubbetten an Bord haben, liegt bei günstigen 56.000 Euro.

Günstig durch Beschränkung

„Möglich macht das die Beschränkung auf wenige Varianten und die jeweiligen Bestseller-Grundrisse in den Zielmärkten“, erklärt Christian Striebel. So wird es denn auch nur ein helles Möbeldekor geben, bei dem nur die Klappen der Oberschränke Holz-Akzente setzen. Bei den Stoffbezügen gibt es immerhin die Auswahl unter zwei Alternativen, wobei die eher mit italienischem Design in Verbindung zu bringenden hellen Bezüge vor allem in den bereits belieferten Nachbarländern gefragt. Die nicht so empfindliche, dunklere Variante ist dagegen ein kleines Zugeständnis an den deutschen Geschmack.

Auch die fünf bisher schon jenseits deutscher Grenzen angebotenen Teilintegrierten erhalten in Düsseldorf noch einmal Zuwachs. Am unteren Ende der Modellpalette kommt der T5900 DB neu hinzu, der mit sechs Metern Länge und einem Doppelquerbett im Heck auch den Einstieg in die neue Marke darstellt. Bei 40.799 Euro liegt die Untergrenze für das Fahrzeug, das wie sämtliche Etrusco-Modelle inklusive der neuen Integrierten auf dem Fiat Ducato mit dem 130 PS starken Turbodiesel aufbaut. Am oberen Ende wird die teilintegrierte Baureihe um den T7400 SB mit Einzelbetten ergänzt, der den gleichen Grundriss aufweist wie die neuen I-Modelle, mit 46.399 Euro aber deutlich preisgünstiger ist.

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