Connected Services: Vernetzen heißt binden

Autor / Redakteur: Martin Achter / Dr. Martin Achter

Fahrzeuge verfügen über immer mehr Helfer für ihre Fahrer. Allerdings ist diesen der Nutzen oft nicht bewusst. Letzteren muss der Handel aufzeigen – auch um sich langfristig Erträge zu sichern. Ein Beispiel hierfür sind sogenannte Concierge-Services.

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Connectivity-Dienste rund um das Auto sind nicht nur technische Spielereien, sondern können auch Kundenbindung an eine Fahrzeugmarke bedeuten.
Connectivity-Dienste rund um das Auto sind nicht nur technische Spielereien, sondern können auch Kundenbindung an eine Fahrzeugmarke bedeuten.
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Connected Services im Auto sind heute zwar teilweise schon Realität: also Assistenzsysteme und Technologien zur Vernetzung von Fahrzeugen mit dem Internet sowie die daraus entstehenden Kommunikations-, Informations- und Navigationsmöglichkeiten. Auch dringen diese Dienste allmählich vom Premium- in die Volumensegmente vor, wie das Beispiel des Opel-Angebots Onstar zeigt. Jedoch muss der Handel offenbar noch dicke Bretter bohren, damit Verbraucher diese Services tatsächlich akzeptieren.

Denn man erhält widersprüchliche Antworten, wenn man Käufern auf den Zahn fühlt, um zu erfahren, wie stark ihr Interesse an solchen Diensten ist: So ist die Ausgabebereitschaft in Sachen Vernetzung zwar grundsätzlich hoch. Eine Umfrage des Beratungsunternehmens Accenture ergab 2015 etwa, dass drei Viertel der Befragten an Funktionen wie der Fernwartung interessiert sind; fast die Hälfte würde dafür auch mehr zahlen. Ähnlich verhält es sich bei den sogenannten Concierge-Services – das sind Dienste, bei denen Autobesitzern Mitarbeiter im Auftrag der Hersteller zur Verfügung stehen, die sie individuell mit Informationen versorgen oder Reservierungen in Hotels, Restaurants oder für Veranstaltungen vornehmen.