Continental optimistisch für das Wintergeschäft

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Die höhere Nachfrage wird auch in Westeuropa durch die gestiegene Zahl von Neuwagen angeregt. Viele Fahrer neuer Pkw benötigen in dieser Saison Winterreifen, da die Reifen ihrer verkauften oder verschrotteten Altfahrzeuge nicht mehr auf die Felgen der neuen Pkw passen.

„Dazu kommt noch das normale Ersatzgeschäft“, erläutert Lührs. „Winterreifen werden nach rund vier Jahren ersetzt, daher sehen sich jeden Winter rund 25 Prozent der Autofahrer nach neuen Winterreifen um.“ Mit der Stabilisierung der Nachfrage tritt seit dem durch die Novellierung der StVO ausgelösten Boom-Jahr 2006 nach Einschätzung von Lührs besonders in Westeuropa erstmals wieder eine Erholung des Winterreifenabsatzes ein.

2006 war das Rekordjahr

Im Jahre 2006 waren unter Berücksichtigung aller importierten Produkte in Europa noch rund 99 Millionen Winterreifen nachgefragt worden, im Jahr 2008 sank diese Zahl auf rund 88 Millionen. Continental hatte nach eigenen Angaben im letzten Winter allerdings weniger unter dem Einbruch gelitten, da die Hannoveraner ihren Marktanteil ausbauen konnten. Der Continental-Konzern rechnet für das laufende Jahr mit einem Marktanteil von weiterhin über 25 Prozent bei Winterreifen.

Warnung vor Gebraucht-Schnäppchen

Continental-Fachleute warnten zudem vor dem vermeintlich günstigen Kauf von gebrauchten Winterreifen im Internet oder aus Anzeigenzeitungen: „Laien können Reifenschäden kaum erkennen“, mahnt Björn Bolze, Leiter des Zentralen Kundendienstes Reifen von Continental. Zudem müssten Winterreifen mindestens vier Millimeter Restprofil haben, um sich mit rutschigen Untergründen wirksam verzahnen zu können. In Österreich gelten so abgefahrene Winter- daher als Sommerreifen. Da sei ein Reifen mir fünf bis sechs Millimeter Restprofil gerade mal „ein Schnäppchen für eine Saison“, weiß Bolze.

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