Kraftstoffkosten Verbraucherzentralen wollen Dauerentlastung an der Tankstelle

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die Kraftstoffpreise sinken derzeit leicht, die befristete Spritsteuersenkung scheint an den Zapfsäulen angekommen zu sein. Doch die Preise unter zwei Euro sind perspektivisch nicht von Dauer, denn die Steuersenkung gilt nur bis zum Monatsende. Und was kommt dann?

(Bild:  Wehner - VCG)
(Bild: Wehner - VCG)

Die Verbraucherzentralen fordern mit Blick auf das nahende Ende des Tankrabatts eine bleibende Entlastung von hohen Preisen. Die Chefin des Bundesverbands, Ramona Pop, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Die Politik muss jetzt nachlegen.“ Statt vor allem auf kurzfristige Instrumente wie den Rabatt zu setzen, seien Maßnahmen nötig, die dauerhaft wirkten und die Abhängigkeit von fossilen Energien verringerten. Eine Senkung der Stromsteuer für Privathaushalte wäre dafür ein wirksamer Hebel. Sie entlaste unmittelbar.

„Die Bundesregierung muss jetzt schnell ihr Wahlversprechen umsetzen, bevor der Tankrabatt ausläuft und die Belastung für viele Haushalte weiter zunimmt“, forderte Pop. Union und SPD hatten eine schnellstmögliche Senkung der Stromsteuer für alle im Koalitionsvertrag in Aussicht gestellt. Umgesetzt wurde dies wegen Finanzproblemen vorerst nur für bestimmte Wirtschaftsbereiche. 

Derzeit sinken allerdings die Kraftstoffpreise weiterhin leicht. Der jüngsten ADAC-Auswertung zufolge liegen die durchschnittlichen Preise für Super E10 bei 1,92 Euro je Liter – ein Minus von gut 6 Cent binnen Wochenfrist. Noch etwas deutlicher fällt die Entwicklung beim Diesel aus: Für den Liter wurden zuletzt im Schnitt 1,88 Euro verlangt, was einem Rückgang von knapp 7 Cent entspricht.

Ungeachtet des weiteren Rückgangs sollte nach Ansicht des ADAC Sprit aktuell noch einige Cent je Liter günstiger sein. Zwar scheine die reduzierte Energiesteuer an den Zapfsäulen angekommen zu sein, so der Autofahrerclub, jedoch schlage sich der parallele Rückgang der Rohölpreise nicht ausreichend in den Kraftstoffkosten niederzuschlagen. Der Preis für Brent ist innerhalb von zwei Wochen deutlich gefallen, von über 110 US-Dollar auf unter 100 US-Dollar pro Barrel. Das bekannte Muster an den Zapfsäulen zeige sich einmal mehr: Abschläge kommen nur verzögert an den Tanksäulen an, während Aufschläge meist zügig weitergegeben werden.

Tankrabatt läuft am Monatsende aus

Zur Entlastung von stark gestiegenen Preisen für Benzin und Diesel infolge des Irankrieges sind die Spritsteuern seit Anfang Mai und noch bis Ende Juni um 16,7 Cent je Liter herabgesetzt. Dem Staat dürften durch das Gesetz der schwarz-roten Koalition Steuerausfälle von bis zu 1,6 Milliarden Euro entstehen. Nach einer kürzlich eingeführten Regel dürfen Tankstellen auch nur noch einmal am Tag, nämlich um 12 Uhr, Preise erhöhen. Senkungen sind immer möglich.

Laut einer Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands haben diese Instrumente aber kaum zu einer empfundenen Entspannung beigetragen. Demnach haben 81 Prozent nicht den Eindruck, dass die Maßnahmen ihren Alltag entlasten. Einen tendenziell positiven Eindruck zu einer Entlastung haben nach eigenem Bekunden 15 Prozent. Befragt wurden den Angaben zufolge vom Institut Forsa vom 26. bis 28. Mai 1.003 Menschen ab 18 Jahren.

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